Dienstag, 17. August 2010

Countdown: 1 Tag bis zum Umzug

Freitag. Morgens gleich als Erstes habe ich den Kichererbsen-Eintopf für den morgigen Umzugstag vorbereitet. Und zwar die doppelte Menge (= für 12-14 Personen) - wir werden zwar 'nur' acht Leute sein, aber davon sind 3 männliche Teenager.
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Herr Dinktoc war schon mit einem vollen Auto zum Haus gefahren und befasste sich mit Aus- und Einräumen, während er auf den angekündigten Telekomiker wartete. Der kam - unfaßbar! - pünktlich, schaltete die Telefonnummer um und richtete den DSL-Anschluss ein. Und alles funktioniert!
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Ich hatte mittlerweile angefangen, das Arbeitszimmer einzutüten; Herr Dinktoc kam dann hinzu. Beim Einpacken haben wir noch weiteres Zeug ausgemistet. Die beiden Altpapiertonnen hinterm Haus sind wegen Überfüllung geschlossen. Weitere 3 Klappboxen voll Altpapier müssen im Keller auf den nächsten Abholtermin warten.
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Nachmittags um 15 Uhr haben wir den Transporter bei der Mietwagenfirma abgeholt; kurz darauf trafen Schwiegervater und Schwager ein und begannen mit Herrn Dinktoc sofort, den Schreibtisch auseinanderzubauen und dann die Arbeitszimmermöbel, die 26 Bücherkartons und den sonstigen Kram schon ins Haus zu fahren. Währenddessen habe ich den Schlafzimmerschrank leergeräumt (Pullover und Hosen in Kartons, Blusen & Hemden auf dem Bügel gelassen und auf die Rückbank vom Auto gelegt) und dann kam Schwiegervater, der vor zehn Jahren den Schrank unverrückbar an die Wand gedübelt hatte, um ihn wieder loszudübeln und in Einzelteile zu zerlegen (gelegentlich glaubte ich, ihn leise Flüche über seine damalige Gründlichkeit murmeln zu hören!)
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Als das alles geschafft war, ging es bereits auf 20 Uhr zu. Also Volleyball absagen und stattdessen ab in die Küche und schnell aus dem noch Vorhandenen eine große Schüssel voll Spaghetti mit so einer Art Aglio-Olio-Arrabiata-Sauce für die fleißigen Helfer zaubern. Gegen halb zehn bin ich dann im Sitzen eingenickt.

Countdown: 2 Tage bis zum Umzug


Donnerstag. Zweiter Urlaubstag. Gewidmet dem Einpacken und Ins-Haus-Fahren von Zeug, das man höchstwahrscheinlich bis nach dem Umzug nicht mehr brauchen würde.
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Soweit es den Inhalt unseres alten Schranks betraf, stimmte das auch. Darin steht Geschirr, das nicht jeden Tag benutzt wird, auch solche Dinge wie Kirschen-Entsteiner und Waffeleisen und die ungefähr sechzehn Teesorten von Herrn Dinktoc (es ging auch ohne Tee heiß genug her).
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Ein kleiner Berechnungsfehler betreffend den Umzug der Weinflaschen und Getränkekisten führte allerdings dazu, dass Herr Dinktoc am Freitagmorgen vor Tau und Tag und Frühstück zum Haus fahren musste, um eine Flasche Orangensaft zu holen ...

Montag, 16. August 2010

Trendsport: Akrobatisches Fensterputzing

Letzte Woche Mittwoch, an unserem ersten Urlaubstag, habe ich die Hausgrundreinigung nachgeholt, nach der Programmänderung vom Wochenende davor.
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Das Fensterputzen war wirklich ein Kunststück - drinnen ging ja noch: eine Leiter links ins Treppenhaus, eine rechts, eine dicke Bohle in passender Höhe durch Leiterstufen schieben, fertig war das Fensterputzgerüst.
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Die Reinigung von außen war dann schon heftiger. Unsere längste Leiter reichte so gerade bis zur obersten Fensterbank, und das nur in einem sehr steilen Winkel Deshalb gibt es davon auch keine Fotos, Herr Dinktoc spielte nämlich Security und hielt die ganze Zeit die Leiter fest, während ich da oben mit Fensterleder, vollem Wassereimer und Abzieher-Teleskopstange herumbalancierte. Habe spontan beschlossen, dass zukünftig einmal Fensterputzen pro Jahr ausreichend sein wird.
Die anschließende Badgrundreinigung war schon fast eine Erholung, auch deshalb, weil man bei einem derart staubigen Untergrund sofort den Erfolg sieht ...! Die Badewanne strahlte, die Fenster auch, und der Fußboden zeigte endlich seine wahre Farbe.
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Herr Dinktoc hat derweil Lampen aufgehängt (männlicher Nestbautrieb ist offensichtlich zwingend mit ausgiebiger Benutzung einer Schlagbohrmaschine verbunden). Schließlich habe ich sehr gründlich die Treppe gefegt (Staub ohne Ende!) und im Obergeschoss den Staubsauger in Betrieb gesetzt, während Herr Dinktoc im Erdgeschoss den Schrubber schwang und selbstverständlich das Parkett im Wohnzimmer nur "nebelfeucht" wischte, wie der Lieferant so poetisch empfohlen hatte.
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Nach 5 Stunden Arbeit sah man dann aber auch heftigst den Unterschied.

Das Arbeitszimmer ...


... trug seinen Namen zu Recht. Es war wirklich viel Arbeit, dort aufzuräumen! Jede Menge Altpapier ist entsorgt; beispielsweise haben wir auch endlich mal die Aktenordner mit den privaten Unterlagen geflöht und alles weggeschmissen, was älter als 10 Jahre ist und keinen Erinnerungswert hat. Ein uralter Mietvertrag zum Beispiel oder auch fünfzehnjährige Kontoauszüge.
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Herr Dinktoc konnte sogar überredet werden, sich von seinen uralten Zeitschriften zu trennen, in die er seit 17 Jahren nicht mehr reingeguckt hat, die ich aber bisher nicht wegschmeißen durfte. Ich selbst habe in meinem Zeitschriftenbergwerk auch gründlich ausgemistet.
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Trotzdem waren es 26 (!) Umzugkartons nur mit Büchern. Mit der tatkräftigen Hilfe von Schwager und Schwiegervater haben wir es sogar geschafft, das komplette Arbeitszimmer (Möbel, Kartons, Bilder) schon einen Tag vor dem eigentlichen Umzug ins Haus zu bringen und sogar die Möbel schon wieder aufzubauen.
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Ungefähr die Hälfte der Bücher ist wieder im Regal (die Belletristik nämlich), die Sachbücher sind immerhin auch schon ausgepackt und in großen Stapeln sortiert. Ich schaffe es hoffentlich diese Woche noch, sie ins Regal zu räumen; am Wochenende wollen wir nämlich die Umzugskartons zurückgeben.

Der Umzug, das Chaos und wir

Wir haben es geschafft: der Umzug ist über die Bühne! Das nackte Chaos haben wir vermeiden können, allerdings - viel mehr als Unterwäsche hat es nicht angehabt, das Chaos ...
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Abgesehen von der Tatsache, dass wir trotz rigorosen Ausmistens erheblich mehr Zeugs haben als beim letzten Mal vor 10 Jahren, machte sich auch bemerkbar, dass wir eben diese 10 Jahre älter geworden sind. Es zwickt im Kreuz beim Kistenheben, man ist schneller müde, einige früher sehr als Umzugshelfer engagierte Freunde haben es inzwischen mit Bandscheiben und Knien, man vergisst eher etwas (seit einer Woche suche ich meine Armbanduhr, zum Beispiel! Wo zum Teufel habe ich sie bloß hingelegt?!).
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Der Vorteil: die Söhne des Umzugshelferfreundes sind jetzt im besten Teenageralter (17, 16, 14) und wuchteten Umzugskisten, Möbel und die Waschmaschine durch die Gegend, als wär es gar nix. Der handwerklich begabte Vater dieser Söhne schraubte Betten und Schränke auseinander und sogar richtig wieder zusammen. Der immer hilfsbereite Schwager war auch dabei. Spontan kam auch noch ein (jetzt Ex-)Nachbar zum Helfen. Last but not least die Freundin, die zwar auch nix Schweres heben kann, aber den ganzen Küchenkram eingepackt und in der neuen Küche wieder ausgepackt (nicht ohne sich laut, deutlich und ausgiebig über die angeblich riesige Menge von Plastikdosen zu wundern) und einen Großteil auch gleich eingeräumt hat und zwar so gut und durchdacht, dass ich seither nur ein Schubfach umsortiert habe. Zum Dank durfte sie während der Fahrt von altem zu neuem Domizil den schlechtgelaunten Kater auf dem Schoß halten.
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Einzelheiten und ein paar Bilder (vom Umzug selber habe ich so gut wie keine - erstens hat man viel zu tun und zweitens will man ja nicht rumstehen und fotografieren, während andere die Arbeit machen!) gibt es dann so nach und nach.

Dienstag, 3. August 2010

Herr Murphy hat sich verrechnet

Herr Murphy musste natürlich dafür sorgen, dass der Reißverschluss meiner Hose heute kaputtging, an einem Tag, wo ich eine Bluse trage, die nicht ganz bis über die fragliche Hosenzone reicht. Was Herr Murphy aber nicht bedacht hatte: als Frau habe ich in meiner Handtasche natürlich alles dabei, was man für 14 Tage zum Überleben braucht - also auch eine Sicherheitsnadel.

Wir ziehen dann mal um!

Ich melde mich vorsichtshalber ab - morgen fängt der Umzugs"urlaub" an und erst am 16. August werde ich mein Büro wiedersehen. Ob wir während des Urlaubs online sein können, wage ich noch nicht zu hoffen. Bei all den Geschichten, die man, was Umzüge betrifft, von großen und größeren deutschen Telekommunikationsunternehmen hört, würde ich mich ja fast wundern, wenn bei uns alles problemlos klappt. Am Freitag wird unser Festnetztelefon von alter auf neue Wohnung umgeschaltet; außerdem ist ein Techniker bestellt, der DSL installieren und alle Strippen verbinden soll. Prinzip Hoffnung, damit DAS nicht nötig wird:

Küchenfee mal anders

Leider hatte ich nicht den üblichen Zauberstab der guten Fee, sondern musste die Küche eigenhändig durchforsten. Der Kühlschrank ist ausgeputzt und die zwei schon versteinerten (und gute 6 Monate über dem Haltbarkeitsdatum befindlichen) Grillsaucenreste weggeschmissen; genauso wie die seinerzeit von Herrn Dinktoc aus Fernost mitgebrachten - und dann teilweise liegengebliebenen - chinesischen Tütensuppen und Fertigwürzmischungen. Interessanterweise haben die kein Mindesthaltbarkeitsdatum in hier bekannter Form aufgedruckt, sondern das Herstellungsdatum. Und irgendwo ganz klitzeklein geschrieben (aber immerhin auf Englisch!) steht dann "binnen 12 Monaten verwenden". Die China-Dienstreise war 2007 ...

Montag, 2. August 2010

Katzenwäsche

Heute morgen regnete es recht kräftig. Der Kater wollte trotzdem raus. Nach knapp 10 Minuten saß er aber schon wieder vor der Terrassentür und begehrte nachdrücklich Einlass. Herr Dinktoc öffnete die Tür und sprach zum hereinhopsenden Katzentier: "Na - ist es dir doch zu nass draußen oder hast du nur das Shampoo vergessen?!"

Außerplanmäßige Programmänderung

Vom angekündigten Wochenendprogramm habe ich nur ungefähr die Hälfte erledigen können - Samstag lag ich mit einer Magenverstimmung flach. Am späten Freitagabend, auf der Heimfahrt vom Volleyball, kündigte sich das Ungemach mit leichten Magenkrämpfen an, die sehr schnell sehr unangenehm wurden und zu einer unruhigen Nacht führten, die ich zu etwa 50% nicht im Bett, sondern im Bad verbrachte ... Ab Samstagmittag konnte ich zwar wieder aufrecht gehen und sogar das klassische Magenverstimmungs-Rekonvaleszenten-Essen zu mir nehmen (Zwieback und Banane), aber zum Fensterputzen hat es trotzdem nicht gelangt.
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Immerhin - einiges ist geschafft; noch am Donnerstag habe ich den Wochenendeinkauf erledigt (hätte ich mir sparen können, wenn ich's denn gewusst hätte, denn kochen und essen wie geplant ging Samstag natürlich auch nicht. Herr Dinktoc hat die Gelegenheit genutzt, sich eine Pizza in den Ofen zu schieben - Pizza kann er buchstäblich zu jeder Tages- und Nachtzeit essen - und ich habe den Flüssigkeits- und Mineralverlust mit einer eigens gekauften Tütensuppe reduziert.)
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Freitagmorgen dann als erstes die Waschmaschine angeworfen, Hausputz erledigt, Wäsche aufgehängt, nächste Ladung Wäsche gewaschen und mit dem Arbeitszimmer angefangen. Das war tatsächlich ein ganzer Tag Arbeit, soviel Papier, das natürlich alles einzeln durchgeguckt werden musste, hatte sich angesammelt. Im Keller stehen jetzt noch zwei Klappboxen voll Altpapier, das wir noch nicht entsorgen können, weil die Altpapiertonne schon voll ist. Müssen wir halt die nächste Leerung abwarten.
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Sonntagmorgen habe ich den Berg Wäsche abgetragen - falten & bügeln; und ansonsten noch ein paar Kleinigkeiten zusammengeräumt.
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Auf der Strecke geblieben sind das Fensterputzen und die Badgrundreinigung im neuen Haus sowie das Kücheausmisten. Mit letzterem werde ich mir heute den Abend versüßen. Im Möbelhaus waren wir auch nicht - was soll's. Und das Unkraut durfte übers Wochenende ebenfalls noch ungestört wachsen. Herr Dinktoc will ihm aber heute abend zu Leibe rücken.
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Ab Mittwoch haben wir dann "Urlaub" und können uns uneingeschränkt auf die Umzugsvorbereitungen werfen. Wie schrieb uns dieser Tage der Bankberater: "... Ihnen und Ihrer Frau wünsche ich große Vorfreude auf den anstehenden Umzug". Ja, genau!