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Mittwoch, 12. August 2015

Eine Begegnung der dritten Art ich hatte

Will man von meinem Büro zur Teeküche, muss man an den Toiletten vorbei. Leider stand die Tür vom Herrenklo ständig offen, mit freiem Blick auf die Keramik-Installationen, weil die Herren Büronachbarn es beim Verlassen der Örtlichkeit immer so eilig haben, dass sie die Tür nicht richtig ins Schloß ziehen. Da ich es nicht so fürchterlich angenehm fand, mehrmals am Tag diesen Anblick genießen zu dürfen, druckte ich folgenden Zettel aus und klebte ihn an die Klotür:
x
g"Junge Padawane, die Klotür stets geschlossen halten ihr sollt.
Danke, Eure Yoda"
x
Das in der Hoffnung, auf einigermaßen freundliche und witzige Art die Botschaft vermittelt zu haben. Ich bilde mir ein, dass seither die Tür öfter zu ist als früher.
ü
Heute spricht mich ein Kollege an, frisch von einer längeren Dienstreise importiert und mit dem Zettel noch unvertraut: ü

"Weißt du, was das für ein Zettel an der Klotür ist ? Komisches Deutsch, und wer ist denn Yoda, wer Padawan und wer hat den Zettel überhaupt da hingehängt?"
t
Ich: "Äh. Ich."
t
Kollege: "???"
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Woraufhin ich den Erklärbär gab und ihm eine Schnellbleiche in Sachen Luke Skywalker, Laserschwertern, Yedi-Rittern, Yoda und jungen Padawanen verabreichte und ihm später einen Link zur Star Wars Wiki mit einem Bild von Yoda schickte (Sein Kommentar dazu: "Ist der niedlich!").
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Kollege: "Hab ich noch nie gehört. Ich dachte schon, der Zettel wär von unserer ausländischen Reinigungstruppe und Yoda eine der Putzfrauen." r
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Immerhin, er wird jetzt wohl dran denken, die Klotür ordentlich zuzumachen.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Kirschen

Gestern hatte ich bei unserem IT-Menschen, der im Nebenberuf Obst- und Weinbauer ist, eine Steige (= ca. 5 kg) Sauerkirschen bestellt. So präzise er in seinem Beruf ist, so vage ist er in der Mengenermittlung betreffend das Obst, das er seinen Kollegen verkauft.


Folglich schleppte er heute morgen nicht nur eine, sondern zwei Steigen in mein Büro. Meinen Blick deutete er ganz richtig und meinte nur: "Ich hab meinem Sohn gesagt, er soll eine Kiste voll pflücken, aber er hat irgendwie zwei gepflückt."

Ich: "Äh."

Er: "Nimm einfach. Die Tage hatten wir einen Hagelschauer, da wirst du sowieso noch aussortieren müssen."

Ich: "Aber die sehen alle perfekt aus, da ist doch gar nix dran!"

Er: "Hab ich ja auch schon vorsortiert. Trotzdem. Die Kirschen müssen weg. Nimm sie!!"

Ich: "Was mach ich mit so viel Kirschen?"

Er: "Rumtopf!"


Für diese gut 10 Kilo Kirschen wollte er dann sehr wenig Geld. Und ich überleg mir jetzt, wie ich mit den ganzen Kirschen fertig werde. Marmelade, Kompott sowieso, dafür waren die fünf bestellten Kilo verplant.  Den eigentlich für Sonntag vorgesehenen Aprikosenkuchen (denn gestern brachte besagter Kollege mir 2 Kilo Aprikosen) werde ich zu einem Kirsch-Aprikosen-Kuchen umfunktionieren. Morgen wird es eine Kirschsoße zu den Marillenknödeln geben.  Sonntag gibt's kirschlastige Rote Grütze als Nachtisch.

Weitere Tips, anyone?

Freitag, 1. März 2013

Gewollt und gekonnt

Der Stammtisch tagte gestern beim Chinesen. Angesichts des üppigen Büffets, das im Widerspruch zu seinen kalorienkontrollierenden Bemühungen stand, seufzte Herr V.E.:

"Ich will doch gar nicht so viel essen, wie ich kann!"

Norddeutsch knapp und klar konterte Herr F.S.:

"Dafür kannst du so viel essen, wie du willst!"

Dienstag, 18. September 2012

Prinzessinnenrolle

Der Gatte liest Zeitung. Neben ihm sitzt der Kater und lässt sich mit der freien, nicht fürs Umblättern benötigten Hand kraulen. Plötzlich liest Herr Dinktoc laut vor: "Prinzessin Ragnhild gestorben."

Die ganz leichte Andeutung einer Frage veranlasst mich zu antworten: "Norwegen. Schwester von König Harald."

"Ha!" sagt Herr Dinktoc im Tonfall tiefster Befriedigung zum Kater. "Hab ich doch gewusst, dass sie das weiß!"

So ein fieser Möpp.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Serviceorientierung

"So!" sagte ich heute Morgen zu Herrn Dinktoc. "Meine Nebenjobs habe ich eben alle erledigt."

"Was für Nebenjobs?!" begehrte der Mann zu wissen.

"Na, als Kellnerin, Klofrau und Masseurin!"

Herr D. stellt fest: "Aha. Hast du also die Katzen gefüttert, gekrault und das Katzenklo saubergemacht. Haben die Viecher dir wenigstens ein ordentliches Trinkgeld gegeben?"

"Natürlich nicht, aber sie haben geschnurrt."

"Undankbare Kundschaft!"


Wo er recht hat, hat er recht. Trotzdem macht man sich jeden Tag freiwillig zum Sklaven seiner Samtpfoten und gerne auch mal zum Affen, wenn die Katzen "spiel mit mir!" fordern. Wie machen die das, ihre Menschen so mühelos um die Pfoten zu wickeln?

Dienstag, 26. Juni 2012

Stone Age und New Age (Day 5)

Mit dem Auto in die Steinzeit? Kein Problem. Stonehenge liegt recht verkehrsgünstig eingeklemmt zwischen zwei überregionalen Straßenverbindungen und verfügt über einen großen, einen wirklich GROSSEN, Parkplatz. Wir waren gleich morgens um 9, zu Beginn der Öffnungszeit, da und wunderten uns zuerst über die Abstellfläche. Eine halbe Stunde und ungefähr zwölf Reisebusse später wunderten wir uns nicht  mehr.

Es war gut, so früh da zu sein, da konnten wir den beeindruckenden Anblick noch einigermaßen in Ruhe genießen. Direkt an den Steinkreis kommt man nicht heran, sondern kann nur im Abstand von etwa 15 Metern um die ganze Anlage herumgehen. Druiden haben wir leider keine gesehen; lediglich ihre Wohnwagen irgendwo hinter dem großen Parkplatz. Kultische Handlungen dürfen nur außerhalb der Öffnungszeiten vorgenommen werden.


Herr Dinktoc hatte zwar eine Weile überlegt, im Vorfeld der Reise das "Stone Circle Access Application Form" auszufüllen, konnte sich bei der Frage nach den "full details of ceremony proposed and equipment to be used"  aber vor Lachen nicht entscheiden, ob er nun "Kupferkessel, Zauberstab und pulverisierter Lapislazuli  zur zeremoniellen Zubereitung eines Ameisenbären" oder "Goldene Sichel und Misteln, um letzteres mit ersterem zu zerkleinern, sich den Körper damit einzureiben und rituelle Kusshände austeilend einen Paarungstanz aufzuführen" eintragen sollte und hat es dann ganz gelassen.

Nach Stonehenge fuhren wir nach Avebury. Der Ort ist viel weniger bekannt als Stonehenge, bietet aber einen deutlich größeren Steinkreis. Das besondere hier ist, dass der Ort Avebury teilweise innerhalb dieses Steinkreises liegt. Die Grünfläche mit den Steinen bildet mehr oder weniger die Gemeindewiese, es weiden sogar Kühe darauf, man kann überall hingehen und muss nur darauf achten, alle Viehgatter wieder hinter sich zu schließen.


In Avebury, mit dem viel weniger regulierten Zugang, war es dann tatsächlich so, dass an beinahe jedem Stein ein New-Age-Jünger (oder eine Jüngerin) dicht an den Stein gedrückt stand oder saß und offensichtlich versuchte, mit dem Monolithen zu kommunizieren. Herr Dinktoc musste natürlich auch ein paar Minuten lang sein Ohr an den Stein pressen, meinte aber, er könne nicht mal das Meer rauschen hören. 

Der Souvenirladen im Ort bot selbstredend ein deutlich esoterisch ausgerichtetes Sortiment an. Insbesondere fielen die Unmengen von Heilsteinen aller Art auf, so viele, dass man eigentlich bei Betreten des Ladens auf der Stelle von allen Gebrechen hätte genesen müssen. Sehr schön auch die Dosen mit vielen verschiedenen Wachsarten. Ich erinnere mich an die Sorte "Tomato & Black Currant Wax". Leider gab es keine Packungsbeilage, und so blieb es mir überlassen, über den Zweck einer Wachsmasse aus Tomaten und schwarzen Johannisbeeren nachzudenken. Vermutlich muss man mit dem Zeug in der zweiten Nacht vor Vollmond mit einem tibetanischen Yakhaarpinsel seine Katze bestreichen, nachdem man das Tier genau zum magnetischen Nordpol ausgerichtet hat. Wenn man's richtig macht, ist die ewige Jugend gesichert.

Der Tag in der Steinzeit und seine modernen, esoterischen Auswüchse wirkten noch bis in den Abend nach. Wir hatten im Pensionszimmer eine kleine Ruhepause eingelegt. Kurz vor dem Abendessen schlug ich Herrn Dinktoc vor, noch einen kleinen Spaziergang durchs Dorf zu machen, um sich die Füße zu vertreten.

Herr D. konstatierte etwas unwillig: "Dann muss ich mir ja wieder eine Hose anziehen!"

Ich: "Hmnja, das ist so üblich, auch in England."

Herr D.: "Ich war doch heute in Stonehenge. Ab sofort bin ich auch ein durchgeknallter Druide! Ohne Hose! Freiheit für die Beine! Weg mit der Hose!"


(Fortsetzung folgt.) 

Donnerstag, 8. März 2012

Farbberatung

Herr Dinktoc, frisch zurück von der Dienstreise, hatte sich des Anzugs und der Krawatte entledigt und lümmelte in Räuberzivil auf dem Sofa. Für den Abend hatten wir Theaterkarten, und obwohl man da heutzutage nicht mehr mit Frack und Fliege auflaufen muss, sollten die einzelnen Kleidungsstücke wenigstens farblich zueinander passen, findet Frau Dinktoc; also entspann sich folgender Dialog:

Ich: "Ähm. Was willst du denn nachher ins Theater anziehen?"

Herr D.: "Ach, ein Hemd und Jeans, denke ich. Welches Hemd soll ich denn anziehen?"

Ich: "Du bist 46 Jahre, Elektroingenieur, du wirst doch wohl selber ein Hemd im Schrank finden können, das sich farblich nicht mit deinen Socken beisst?"

Herr D.:  "Meine Socken sind dunkelgrau. Gibt es eine Farbe, die sich damit beißt?"

Ich: "Keine Ahnung. Aber wenn, dann wirst du sie bestimmt finden!"


(Aus der Reihe: Nachteile des Ehelebens, insbesondere bei Heirat mit einer Eiflerin.)

Donnerstag, 1. März 2012

Siwitz

Im Büro. Unsere portugiesische Putzfrau möchte etwas wissen: "Warst du schon Siwitz?"

Ich: "Wie bitte?"

Sie: "Land! Mit Berge!"

Ich: "Ach, die Schweiz. Ja, da war ich schon mal vor vielen Jahren. Es ist schön dort."

Sie: "Mein Sohn, will er im Sommer da eine Woche wandern mit mir. Seine Frau fährt Mazedonien, dann er hat Zeit und will mit mir in Siwitz. Will wandern jede Tag mit Rucksack - gibt so Häuser - wie heißt?"

Ich: "Hütte? Eine Hüttenwanderung?"

Sie "Genau. Von Jütte zu Jütte. Mein Mann will nix mit. Will immer nur nach Portugal, sechs Wochen. Soll er fahren. Was soll ich Portugal!? Muss ich auch immer nur arbeiten. Gehe ich lieber eine Woche Urlaub in Siwitz und kann mit mein Sohn Portugiesisch babbeln!"

Ist sie nicht ein Goldstück?

Dienstag, 7. Februar 2012

Pharmakologie für Fleischesser

Herr Dinktoc hat schon den ganzen Tag Kopfschmerzen und ist jetzt plötzlich sicher, die Ursache gefunden zu haben.

Ich: "Es sind noch ein paar Champignons da, in der Truhe ist noch Blattspinat und frische Ravioli haben wir auch noch. Was hältst du davon zum Abendessen?"

Herr D.: "Das ist ja schon wieder vegetarisch! Bestimmt habe ich davon so einen Brummschädel!"

Ich: "Ja, ne, is klar!"

Herr D.: "Haben wir nicht noch Schinkenwürfel dazu? Wenn ich nur dran denke, lassen die Kopfschmerzen schon nach!"

Also, liebe Pharmaindustrie, entwickelt Kopfschmerztabletten mit Schinkengeschmack. Mehr Wirkstoffe sind nicht nötig.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Richtungsweisend

Am Wochenende waren wir bei der traditionellen Adventsbierparty des Herrn A.E. Jeder Gast ist gehalten, einen Sixpack Bier möglichst exotischer Provenienz mitzubringen, auf dass die Bierprobe ein breites Spektrum abzudecken in der Lage ist. Die Folgen für Artikulations- und Denkfähigkeit kann sich der geneigte Leser ausmalen.
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Zu leicht fortgeschrittener Stunde erschienen zwei neue Gästinnen - "neu" auch in dem Sinne, dass sie noch nie in der Wohnung gewesen waren - und stellten das mitgebrachte Bier im Wohnzimmer ab. Auf die Bitte des Gastgebers, das Gebräu doch auf dem Balkon zu lagern, wollten die Damen wissen, wo der Balkon denn sei. Fünf oder sechs Arme wurden gehoben und wiesen stumm die Richtung. Allein, Herr Dinktoc hatte noch einen hilfreichen verbalen Hinweis: "Draußen!!"


Freitag, 5. August 2011

Völkerverständigung ist Käse

Gestern abend saß der Stammtisch gemütlich beim Spanier, als dort eine italienisch-spanische Großfamilie - 8 Personen - einlief und sich am Nebentisch niederließ. El Jefe, der Chef also, Besitzer und Koch in einer Person, nahm persönlich die Bestellung auf. Der italienische Großfamilienvater orderte Scampi und hatte dann noch einen Sonderwunsch:

iGfv: "... unde dann bringste du mir noch Soße Napoli zu Scampi. Kennst du Soße Napoli? Iste mit Tomate. Machst du Soße Napoli eine bissche warm und dann du tuste Parmesane drauf."

El Jefe: "Ich hab keinen Parmesan. Ich hab nur richtigen Käse. Spanischen."

Samstag, 16. Juli 2011

Origineller Vergleich

Herr Dinktoc und die schwarze Katz begegnen sich unerwartet im Flur.

Herr D.: He Katze! Was guckst du mich an wie ein Hoftor?
Frau D. *konsterniert* aus dem Off: Wie guckt denn ein Hoftor??
Herr D.: Na, so wie unser Hoftor halt ist: groß und offen!

Dienstag, 5. Juli 2011

Im Paralleluniversum

Anrufer: "Ist das das Restaurant "Zum schmutzigen Löffel", hallo, Luigi??"
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Frau Dinktoc: "Nein, hier ist die Firma Irrenhauszentralstelle - Sie haben sich wohl verwählt."
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Anrufer: "Oh. Ach so. Dann hätte ich gerne einen Tisch für 6 Personen."
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Frau D.: "..."


Sonntag, 3. Juli 2011

Schönes Wochenende!

Mein Bruder ruft eigens aus Budapest an, um mir zu berichten, dass er gerade im Café Ruszwurm Schokoladentorte isst.

Herr Dinktoc mäkelt an meiner köstlichen Karotten-Ingwer-Kokos-Suppe mit frischem Koriander herum, "weil da sind keine Schinkenwürfel drin und auch sonst kein Fleisch!"

Tage, wie ich sie liebe! >;-D

Montag, 16. Mai 2011

Imma wieda zweite Liga

Eintracht Frankfurt ist aus der Bundesliga abgestiegen (juchhu!). Der Hesse an sich trauert und ist auch durch noch so positive äußere Gegebenheiten nicht von seiner Trostlosigkeit abzuhalten. Herr Dinktoc und sein ebenfalls hessischer Kollege zum Beispiel wollten am Samstagnachmittag meine SMS-Nachricht ("Hallo zweite Liga!") einfach nicht glauben und simsten zurück: "Ist das Spiel wirklich schon rum?"  Ich simste zurück "Ja". Die nächste Antwort lautete: "Am Strand von H.C. sitzen zwei Eintracht-Fans und trauern", die übernächste "Wir trösten uns jetzt mit einem Cocktail an der Strandbar und beobachten traurig den Sonnenuntergang über dem Mittelmeer."

Wirklich, ein schweres Leben. Kondolenzbeiträge bitte in den Kommentaren.

Dienstag, 10. Mai 2011

Pack die Badehose ein!

Herr Dinktoc hat sich eine neue Badehose gekauft und wollte sie zu Hause noch mal anprobieren. Die Katz, die sich gerade auf ihrem Lieblings-Beobachtungsposten, der zweíten Stufe der Kellertreppe, gemütlich eingerichtet hatte, schaute ihm ungläubig zu.

Herr Dinktoc *zieht die Hose an und paradiert in den Flur*: "Hallo Katze! Schau mal" - Hüftschwung - "neue Badehose! Genauso schwarz wie du!"

Die Katz:

Herr Dinktoc *schiebt ein Bein vor, dreht sich, wackelt mit dem Hintern*: "Und mit Nadelstreifen!"

Frau Dinktoc *aus dem Hintergrund, kichernd*: "Die hat die Katze aber nicht!"

Die Katz:


Herr Dinktoc schmollt jetzt ein wenig, weil er sich trotz selbsttätigen Einkaufs einer schicken Badehose nicht angemessen gewürdigt fühlt.

Mittwoch, 27. April 2011

Der Hessentest: Wunsch & Wirklichkeit

Herr Dinktoc behauptet ja immer, bevor man endgültig die hessische Staatsbürgerschaft bekäme - und er lässt nie einen Zweifel daran, dass dies ein höchst erstrebenswertes Ziel sei - müsse man erst erfolgreich den Hessentest absolvieren.

Der besteht aus dem korrekten Aussprechen der Wortkombination "en Schnibbelsche Flaaschworscht" (ein linguistischer Albtraum für alle Nicht-Hessen), dem Verspeisen von "Handkäs mit Musigg" und dem Trinken mehrerer Bembel Äppler; verwendet man die Bezeichnung "Apfelwein", führt das zu sofortigem Durchfall. Ich meine: beim Test. 

Am Osterwochenende waren wir zu Besuch bei meinen Eltern in der schönen Eifel, da, wo die scharfkantigen Rheinländer wohnen. Man sagt von ihnen, sie würden blind geboren, könnten aber nach 14 Tagen schon durch eine dicke Eichentür gucken.

Genau dort also ritt Herr Dinktoc mal wieder sein Steckenpferd und forderte - mit schrägem Seitenblick auf Frau Dinktoc - den Hessentest für alle. Frau Dinktocs Vater, durchaus lokalpatriotisch, wenn es sein muss, fragte nur:

"Worum geht's denn da? Muss man drei Stunden aus dem Fenster gucken und darf dabei nix denken??!"

Ich vermute, frühestens an Pfingsten wird Herr Dinktoc bereit sein, wieder mit seinem Schwiegervater zu sprechen.  

Montag, 25. April 2011

Schnitzeljagd der dritten Art

Gründonnerstag im Biosupermarkt an der Metzgertheke.

Metzgereifachverkäufer: "Was darf es denn sein?"
Frau Dinktoc: "Ein Schweinefilet bitte."
Der Metzgereifachverkäufer greift in die Theke, elegant über das Schweinefilet hinweg, und hebt einen Brocken Rinderhüfte auf sein Schneidebrett. Das Messer schwebt darüber: "Wieviel hätten Sie gern?"
Frau D.: "Ähm. Ich hätte gerne ein Schweinefilet."
M.: "Oh. Ja." Er packt die tote Kuh zurück in die Auslage, nimmt ein Schweinefilet in die Hand, legt es zur Seite und greift statt dessen ein großes Stück Schweineschnitzelfleisch, packt es aufs Schneidebrett und wieder schwebt das Messer: "Wieviel ...?"
Frau D.: "Schweinefilet! Ich sagte Schweinefilet!"
M. schaut irritiert von mir zum Fleischbrocken, man hört ihn förmlich denken, dann kommt: "Oh. Ähm. Entschuldigung." Er legt das Schnitzelfleisch zurück und hat endlich das Schweinefilet in der Hand. Das Messer schwebt wieder und ich antworte schon vor der Frage: "Das ganze Filet."
M. wirft das Filet auf die Waage, sein Zeigefinger schwebt fünf - sieben - zwölf Sekunden über der Tastatur, dann wendet er sich an die Kollegin, die einen Meter weiter die Wurstschneidemaschine putzt: "Die Nummer für Schweinefilet ist doch sechsundsiebzig-null-neun, oder?!"
Die Kollegin zischt durch zusammengebissene Zähne: "NEIN! Das ist die für Schnitzel!!"

Woraufhin Frau D. einen Lachkrampf nicht ganz unterdrücken konnte und der Metzgereifachverkäufer röter wurde als das blutigste Roastbeef in seiner Theke. Das hart erkämpfte Stück Schwein gab es übrigens am Samstagabend mit Blattspinat und Parmesan überbacken und als Beilage Tagliatelle mit frischen Champignons und schwarzem Pfeffer.

Dienstag, 29. März 2011

Wenn lesende Frauen E-Mails schreiben. Oder: Was vor Beginn des Literaturkränzchens geschah (und Sie schon immer wissen wollten)

Frau S. schreibt:

Betreff: Treffen morgen bei mir

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe, auch bei euch steht noch der Termin für morgen bei mir !!! (...) Frau K., nehme ich an, fährt wahrscheinlich bei Frau O. mit, oder? (...) Ich freue mich auf euch,
Eure Frau S.


Frau K. antwortet an alle:

Hallo Frau S., RISCHDISCH ich fahre mit Frau O.!
Freu, freu.
Grüße von Frau O. und Frau K.


Frau Dinktoc antwortet an alle:

Ich freu mich auch, so rischdisch ….
(auch wenn man „rischdisch“ rischdischerweise eischendlich „richtig“ schreibt, oddä? *Klugscheißmodus aus*)
:-)
Bis morgen
Frau D.


Frau K. antwortet an alle:

Es ist sischärlisch wischdisch das frau informiert über die rischdische schreibweise von richtig!
:o)


Frau D. antwortet an alle:

Und dabei ist das alles bloß hessische Rechtschreibung und Grammatik. Im Rheinland hält man sich nicht mit „rischdisch“ oder „richtig“ auf, da sagt man einfach: Jenau!!
(die zwei Ausrufezeichen sind wischtisch, sonst ist das nicht ganz rischdisch.)
:-D


Frau O. antwortet an alle:

Isch als Germanistikerin sach da mal nix zu dere ganze Disgussion!
:-)~
Gruß
Frau O.


Frau K. antwortet an alle:

Iss ach bessär so!



Man darf auf den morgigen Abend gespannt sein ...

Mittwoch, 16. März 2011

Kreuzzug

Die Planung für das übernächste Wochenende steht an.
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Frau Dinktoc: "Wollen wir am Sonntag bei der Wanderung mitmachen, die R. organisiert hat? Dann müssen wir um halb elf in Bingen sein."
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Herr Dinktoc: "Sonntag müssen wir wählen gehen!"
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Frau D.: "Das dauert drei Minuten, das können wir locker erledigen, bevor wir losfahren!"
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Herr D.: "Gar nicht wahr! Du kannst bis zu zweiundachtzig Kreuzchen machen, das dauert länger."
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Frau D.: "Dann dauert es halt sechs Minuten. Die Wahllokale machen um 8 Uhr auf, das sollte doch wohl mehr als genug Zeit sein."
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Herr D.: "Da schlafe ich noch!"
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Frau D.: "Und der Bäcker macht um halb acht auf, dann könntest du vorher Brötchen -"
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Herr D.: "Da schlafe ich noch!! Geh DU die Brötchen holen und mach meine Kreuzchen für mich mit."
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Frau D.: "Ich werde 82 Kreuzchen auf deine Haut machen!!!"
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Herr D.: "Uijaaa! Bitte mit Nutella!"