
Während der letzten Nacht in Wien hat es heftig geschneit; die Fahrt nach Budapest am Samstagmorgen führte durch ein Wintermärchen unter einem Schneehimmel.



Nach dem Spaziergang stand die Unterwelt auf dem Programm. Im Burgberg gibt es eine Reihe von Höhlen, die man besichtigen kann, das sogenannte "Budapest Labyrinthus". Den Betreibern erschien die bloße Vorführung von leeren Höhen wohl zu langweilig, und so haben sie sich allerlei Gimmicks ausgedacht, die den Besucher hinter irgendeiner Ecke erwarten. Da gibt es einen mit einem starken Gitter abgesperrten Gang, in dem angeblich der Minotaurus gefangen gehalten wird, einen Weinbrunnen (aus dem leider nur gefärbtes und aromatisiertes Wasser läuft), diverse Gipsabdrücke von Handys, Turnschuhen und Haushaltsgeräten, die angeblich etwa 38 Millionen Jahre alt sind;
und - für mich als Geographin die Krönung - ein Loch im Boden, in dem eine Steinsäule steht. Das Hinweisschild erläutert wortreich in wissenschaftlichem Tonfall, genau hier verlaufe die Erdachse. Leider wurde nicht erklärt, warum die Säule sich nicht weiter nach oben fortsetzte. Aber das ist vermutlich die Erklärung dafür, dass unser Globus leicht eiert - die Erdachse endet in Budapest und kommt nicht erst am Nordpol zum Vorschein.
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Die anschließende Runde über die Kettenbrücke war ein schöner Verdauungsspaziergang. Musste ja schließlich Platz geschaffen werden fürs folgende Abendessen!
Ach ja, schön wars in Budapest. Und nächstes Mal suchen wir dann die Verlängerung der Erdachse.
AntwortenLöschenCafe Ruszwurm macht auch immer wieder Spass, die Esterhazy Torte steht fürs nächste Mal auf der List.
Schaun mer mal