Ein Buch, bei dem ich nur lachen kann. Ich war etwas unschlüssig, wie das zu verstehen ist - auf welche Weise lachen? Amüsiert? Spöttisch? Gar höhnisch? Ich habe mich für die erste, positive Variante entschieden, und da fällt der diplomierten Dosenöffnerin natürlich sofort ein Buch ein: Simon's Cat, von Simon Tofield. Ein Bilderbuch: Zeichnungen und kleine Comic Strips über das Leben mit einer Katze. Ein bisschen überspitzt, natürlich, aber wirklich nur ein bisschen. Jede Katze hat so ihre Zicken, die eine solch satirische Zuspitzung teilweise noch als untertrieben erscheinen lassen.
Fortschritte, Rückschritte und Seitensprünge betreffend den Umbau eines 2008 gekauften Hauses sowie Betrachtungen über das Leben und das Universum an sich. Cat Content inklusive!
Montag, 7. Juni 2010
Mittwoch, 2. Juni 2010
Anpassung der Wochenplanung
Kleine Programmänderung in der Wochenplanung vonnöten: erstens muss ich auch heute wieder zum Baumarkt, weil ich nämlich gestern die falsche Kantenschiene gekauft hatte. Zweitens fiel mir ein, wenn man den ganzen Tag auf der Baustelle ist, braucht man zwischendrin was zu essen (ohne Mampf kein Kampf!). Passenderweise sind mehrere Bäcker in der Nähe, aber: es ist Feiertag, und auch eine noch so nahe Bäckerei nützt nix, wenn sie zu hat. Also heute auch noch einkaufen. Eine Familiendose Erbsensuppe, ein Glas Würstchen und ein paar Brötchen sollten reichen. Gegen Mittag mal schnell nach Hause flitzen, Suppe erhitzen und damit wieder auf die Baustelle ist kein Problem, da glücklicherweise Wohnung und Baustelle nur etwa 5 Minuten Fahrzeit trennen. Drittens wurden die berechneten Portionen um 1 aufgestockt, nachdem sich dankenswerterweise mein Bruder als freiwilliger Helfer angemeldet hat. Um 8 Uhr morgen früh geht es los, und ich bin gespannt, wieviel Arbeit wir zu viert weggeschafft kriegen.
Tag Zwölf
Ein Buch, das ich von Freunden / Bekannten empfohlen bekommen habe. Das ist einfach, weil noch gar nicht so lange her und eher andere Wirkung zeigend als von mir selbst erwartet: "Gletschergrab" von Arnaldur Indridason, empfohlen von einer Freundin (sie bücherstöckelt auch: hier.) Ein Thriller über ein Flugzeug aus den letzten Tagen des 2. Weltkriegs, über Island abgestürzt und in einem Gletscher verschwunden, das Anfang des 21. Jahrhunderts wieder auftaucht. Aufrechte Isländer, die zufällig in die Geschichte stolpern, legen sich mit dem bösen amerikanischen Geheimdienst an, der unbedingt verhindern will, dass etwas über die Insassen und die Ladung des Flugzeugs bekannt wird. Sie merken schon, es hat mir nicht gefallen. Es war mir zu einfach gestrickt, die Charaktere teilweise sehr widersprüchlich (die Heldin beispielsweise führt am Anfang ein eher langweiliges, sehr geregeltes Leben, wird dann plötzlich zur findigen, allen Verfolgern entgehenden, fitten Kämpferin, um am Ende des Geschichte wieder in Lethargie zu verfallen). Und was die Flugzeugladung betrifft: es gibt nur Andeutungen, die die Erwartungshaltung des Lesers derart steigern, dass ich am Ende gar nicht anders konnte, als enttäuscht zu sein.
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Die unerwartete Wirkung der Buchempfehlung war allerdings, dass ich anfing, Indridasons Krimis um Kommissar Erlendur zu lesen; und das tue ich nach wie vor gerne. Inzwischen habe ich sie alle durch und warte auf neue. Indridason hat auch einige weitere Thriller geschrieben, ich habe sogar pflichtschuldigst die Klappentexte gelesen und ein oder zwei Bücher durchgeblättert und "angelesen" - aber nein, Thriller geht von diesem Autor nicht.
Trockenestrich und Gäste-WC
Die Herren Estrichleger waren tatsächlich da. Endlich ist die letzte Lücke im Estrich zwischen Flur und erster Treppenstufe geschlossen: e
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Im Obergeschoss wurde der Trockenestrich verlegt:
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Und das Beste zuletzt: der Hingucker des Tages nämlich. Das Gäste-WC ist fertig gefliest, mit grünem Mosaik und allem Drum und Dran. Sieht das nicht genial aus? Frau Dinktoc möchte außerdem für ihre exzellente Rechenkunst gelobt werden. Nachdem der Fliesenspiegel und die Bordüre geklebt waren, ist genau ein einziges Mosaiksteinchen übriggeblieben.
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Und das Beste zuletzt: der Hingucker des Tages nämlich. Das Gäste-WC ist fertig gefliest, mit grünem Mosaik und allem Drum und Dran. Sieht das nicht genial aus? Frau Dinktoc möchte außerdem für ihre exzellente Rechenkunst gelobt werden. Nachdem der Fliesenspiegel und die Bordüre geklebt waren, ist genau ein einziges Mosaiksteinchen übriggeblieben.
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Dienstag, 1. Juni 2010
Von Bagdad nach Stambul
Am Wochenende war in Rüsselsheim Kunsthandwerkermarkt. Hobbykünstler aller Couleur zeigen und verkaufen ihre Arbeiten. Von Kerzen über Seifen, Filzhüte, Schmuck, Kleider, Bilder (gemalt & fotografiert) bis hin zu Skulpturen reicht das Spektrum. Besonders ein Stand hatte es mir angetan: Mäppchen in verschiedenen Größen, alle aus alten Schullandkarten, den stabilen aus beschichtetem Leinen, und recycelten Markisenstoffen handgenäht. Großartige Idee einer Frau aus Saarbrücken, die davon hörte, dass durch die Zusammenlegung von Grundschulen im Saarland etliche Kartensammlungen überzählig waren und weggeworfen werden sollten. Sie hat sich jede Menge davon besorgt und mit Nähen angefangen (bei Interesse: sie wird Ende Juni auch auf dem Gutenbergmarkt in Mainz ihre Sachen anbieten).
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Und was hat das mit dem Titel des Blogbeitrags zu tun? Nun, beim letzten Stammtisch (übrigens von Frau Ottosschnipsel sehr schön beschrieben; und sie berichtet ebenfalls über den Kunsthandwerkermarkt, bei dem sie auch mitmachte) haben wir auch über die Bagdadbahn gesprochen. Herr Dinktoc und ich hoffen nämlich, dass sie irgendwann wieder in voller Länge regulär befahrbar sein wird, das wäre eine unserer Traumreisen. Da war es doch völlig klar, welches Mäppchen ich käuflich erwerben musste:
iDie Frage, OB ich eines kaufen würde, stellte sich überhaupt nicht. Als Geographin weiß man schließlich, was man sich schuldig ist.
Küche & Gäste-WC und die Wochenplanung
Als wir gestern auf der Baustelle ankamen, haben wir beinahe so etwas wie einen Farbschock bekommen: der Fliesenspiegel in der Küche war schon fertig. Er gefällt mir richtig gut, wenn er auch momentan gegen die weißen Wände sehr rot (ROT!) wirkt. Die Wirkung wird gemildert, wenn die Küche eingebaut ist; das helle Braun, pardon "ahorn-honig" des Holzes dämpft die knallige Farbe. Und die Wände werden ja auch noch in einem sehr hellen vanillegelben Ton (wahrscheinlich, die Debatten zwischen Herrn und Frau Dinktoc hierzu sind noch nicht ganz abgeschlossen!) gestrichen.
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Im Gäste-WC sind die ersten Fliesen an der Wand. Gestern nachmittag haben wir nochmal ausgemessen und nachgerechnet und dann endgültig festgelegt, wie die grünen Mosaikfliesenmatten genutzt werden.
Heute wird sich so einiges tun - der Fußbodenbauer kommt (endlich!) und legt im 1. Stock den Trockenestrich. Morgen kann dann der Fliesenleger die letzte Reihe Fliesen im Bad, im Bereich vor der Tür, verkleben und die Abschlusskante anbringen - dazu braucht er nämlich den Trockenestrich im Nebenraum.
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Heute macht der Fliesenleger-Innenausbauer mit dem Gäste-WC weiter. Gestern hat er nicht nur in der Küche gefliest, sondern auch im ganzen Erdgeschoss die Wände mit Tiefengrund behandelt, so dass er heute wahrscheinlich damit beginnt, die Unterputzgrundierung an die Wände zu bringen. Morgen wird er dann den Fliesenspiegel in Küche und Gäste-WC verfugen. Am Donnerstag ist in Hessen Feiertag; den werden wir, zusammen mit dem Handwerker, glorreich missachten und morgens zeitig auf der Baustelle sein, um die Decken im Erdgeschoss zu tapezieren und zu streichen. Vielleicht reicht die Zeit auch für die ersten Versuche mit Rollputz. Freitag haben wir bürofrei (gesegnet seien Brückentage!) und werden den Tag natürlich auch auf der Baustelle verbringen und hoffentlich mit dem Rollputz fertig werden. Eventuell kann ich dann am Samstag schon die erste Farbdose aufmachen. So als Belohnung für 3 Tage staubiger Arbeit. Anstreichen hat mir schon immer Spaß gemacht (habe schon als Kind freiwillig den Gartenzaun gestrichen, jedenfalls lieber, als meiner Mutter beim Kartoffelschälen oder Gemüseputzen zu helfen). u
Damit das alles wie geplant über die Bühne gehen kann, müssen wir heute in den Baumarkt ("ach was!" würde Loriot sagen). Die Einkaufsliste ist schon wieder ziemlich lang. Wir brauchen noch diverse Kantenschienen, und natürlich Zubehör zum Streichen. Pinsel, Rollen, Abdeckfolien und mindestens einen Kilometer Kreppband zum Abkleben. Ab sofort gilt ein Altpapierwegwerfverbot - ich ziehe nach wie vor Zeitungen zum Abkleben vor. Die lassen sich flexibel verarbeiten, flutschen einem aber nicht so weg wie Folien (die sind immerhin brauchbar für größere Flächen).
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Herr Dinktoc und ich müssen nur aufpassen, uns nicht völlig zu verausgaben, sonst könnte eine Katastrophe eintreten: Freitag sind wir zu einem Grillabend eingeladen, und wenn wir vor Muskelkater und Erschöpfung keine Bierflasche mehr halten könnten, wäre das natürlich der Super-GAU. Gibt's im Baumarkt auch Bierflaschenhaltegestelle?
Tag Elf
Ein Buch, das ich mal geliebt habe, aber jetzt hasse. Das gibt es so eigentlich nicht. Ich hasse keine Bücher, wie schon unter Tag 4 ausgeführt. Manche Bücher liest man in bestimmten Lebensabschnitten sehr gern, und 10 oder 20 Jahre später würde man sie mit der Kneifzange nicht mehr anfassen (Konsalik zum Beispiel - mit 15/16 Jahren in voller Pubertätsblüte als Weisheit letzter Schluss betrachtet, schröcklich!).
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Nach einigem Überlegen nenne ich hier eine Pentalogie, die ich mit großer Begeisterung zu lesen begann, sehnsüchtig den jeweils nächsten Band erwartend. Gegen Ende von Band 3 setzte die erste Enttäuschung ein, Band 4 war schon schwer erträglich und Band 5 habe ich gar nicht mehr ganz gelesen: Christian Jacq's Romanbiographie über Ramses den Großen. Fing furios an und wurde dann immer langatmiger und substanzloser. Eine richtig große Enttäuschung also, aber kein Hass.
Montag, 31. Mai 2010
Das schönste Bad von allen
Die Wände im Bad sind komplett verfugt, in weiß, was bei den Mosaikfliesen einen interessanten, kontrastreichen Effekt ergibt. Die anthrazitfarbenen Bodenfliesen, im obigen Bild probeweise ausgelegt, sind mittlerweile festgeklebt und auch verfugt. In realiter sind sie noch etwas dunkler - auf dem Bild liegt auf den Fliesen eine Menge heller Staub, der die Farbe verfälscht.
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Von den blauen Mosaikfliesenmatten haben wir genau 7 Stück verbraucht. Ich hatte 9 geschätzt, wir hatten, weil es so schön bequem im Paket war, 11 Stück gekauft. Nach Adam Riese können wir also - *rechne, klick, rechne* - 4 Stück zurückgeben. Das bedeutet ca. 70 Euro Erstattung, die vermutlich gleich wieder in Tapeten, Farbe oder Grundierung umgesetzt werden.
Das mit den 7 Fliesenmatten, je 30 x 30 cm, das bedeutet 12x12 Steinchen, ging beinahe genau auf. Es waren 10 Steinchen übrig, in einem Stück von 2x5 Steinchen. Mit dem Teppichmesser habe ich das in verschiedene noch kleinere Einheiten zerlegt (ich übe für eine Atomspaltung!) und den Fliesenleger genötigt, die 1-, 2-, 3-Steinchen-großen Stücke in unregelmäßigen Abständen als zusätzliche Verzierung an den beiden Wänden, die halbhoch gekachelt sind, unmittelbar oberhalb der weißen Fliesen an die Wand zu kleben. Beim Auftragen des Zierputzes muss man an diesen Stellen natürlich ein bisschen aufpassen, aber ich finde, der Effekt ist es wert.
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Dieses Bad sieht jetzt schon sowas von gut aus, ich könnte platzen vor Stolz und Freude. Es hat sich wirklich gelohnt, dass wir über Monate hinweg überlegt, geplant, neu geplant und nochmal umgeplant und auch gestritten haben. Jetzt sind sowohl Herr Dinktoc als auch ich hochzufrieden mit diesem schönsten Bad von allen.
Selbstversuch
Colorado
Am Samstagmorgen bin ich endlich dazu gekommen, die in sämlichen Baumärkten eingesammelten Farbmusterkarten in unterschiedlichen Schattierungen von blau-rot-grün mit auf die Baustelle zu nehmen, vor Ort mit den Mosaikfliesenfarben zu vergleichen und an die jeweiligen Wände zu halten, um dann zu versuchen, mir vorzustellen, wie diese Farbe großflächig aussehen könnte und anschließend zusammen mit Herrn Dinktoc die Farben endgültig festzulegen.
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Hier sind die Gewinner:
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Bad, Schlafzimmer und Ankleide werden einheitlich in einem hellen Blaugrauton (auf der blauen Farbkarte rechts) namens "Pflaume 12" gestrichen. Wer denkt sich diese bescheuerten Namen aus? Der Kaminvorsprung in der Küche und eine Wand im Wohnzimmer werden kräftig dunkelrot (ebenfalls die Schattierung rechts auf der Farbkarte) in Farbton 3005. Besser als ein bescheuerter Name. Und Besucher werden demnächst ein zartgrün gestrichenes Gäste-WC benutzen können - der zweite Grünton von oben wird es werden. Heißt 40.21.03. Ich nenne es apfelgrün.
o
Samstagmittag war ich dann - vergnügungssüchtig, wie ich nun mal bin - schon wieder im Baumarkt und habe "Putz von der Rolle" gekauft, dazu Unterputzgrundierfarbe, zwei passende Rollen, und auch eine Literdose mit frisch gemischter Farbe 40.21.03 - leider riecht sie nicht auch nach Äpfeln!
Eigentlich war es noch ein bisschen zu früh, Farbe zu kaufen, aber erstens ist das die einzige Farbe, die wir bei Baumarkt X kaufen (die anderen ausgesuchten Farben stammen alle vom Baumarkt Y), dann ist es jetzt erledigt; und zweitens war es ein typisch weiblicher Fall von "haben will, jetzt sofort!" Vorfreude eben, bald mit Farbe arbeiten zu dürfen.
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