Montag, 16. Mai 2011

Neu auf der Liste ...

... der Lebensmittel, von denen ich nicht gedacht hätte, dass ein Kater sie frisst, und eines Besseren belehrt wurde: Apfelkuchen.

Dienstag, 10. Mai 2011

Pack die Badehose ein!

Herr Dinktoc hat sich eine neue Badehose gekauft und wollte sie zu Hause noch mal anprobieren. Die Katz, die sich gerade auf ihrem Lieblings-Beobachtungsposten, der zweíten Stufe der Kellertreppe, gemütlich eingerichtet hatte, schaute ihm ungläubig zu.

Herr Dinktoc *zieht die Hose an und paradiert in den Flur*: "Hallo Katze! Schau mal" - Hüftschwung - "neue Badehose! Genauso schwarz wie du!"

Die Katz:

Herr Dinktoc *schiebt ein Bein vor, dreht sich, wackelt mit dem Hintern*: "Und mit Nadelstreifen!"

Frau Dinktoc *aus dem Hintergrund, kichernd*: "Die hat die Katze aber nicht!"

Die Katz:


Herr Dinktoc schmollt jetzt ein wenig, weil er sich trotz selbsttätigen Einkaufs einer schicken Badehose nicht angemessen gewürdigt fühlt.

Montag, 9. Mai 2011

Wochenend & Sonnenschein

Das allerschönste Sommerwetter am Samstag habe ich nur aus einer stickigen Sporthalle beobachten können: es fanden mal wieder die Stadtmeisterschaften im Volleyball in Mörfelden-Walldorf statt. Wir haben es geschafft, die gleiche Platzierung wie letztes Jahr zu erreichen, den 6. Platz nämlich. Damit sind wir im vergangenen Jahr vorletzte geworden; dieses Jahr nahm eine Mannschaft weniger teil ...

Auch die schmerzlichste Niederlage kann uns nicht vom Feiern abhalten. Abends im schönen Biergarten des Naturfreundehauses ließ es sich bei ein-zwei-drei Bier, gutem Essen und einem Eisbecher zum Nachtisch gut aushalten. Etwas Naturkunde haben wir auch betrieben - zuerst landete ein Maikäfer auf unserem Tisch (habe seit Jahren keinen mehr gesehen!), dann brummte ein Hirschkäfer im Tiefflug vorbei (einen solchen hatte ich überhaupt noch nie in freier Natur gesehen), schließlich flatterte ein unbekanntes Viech in der Baumkrone über uns. Wir vermuteten eine Fledermaus und fragten uns allmählich, was da noch alles kreuchen und fleuchen würde, ob die Naturfreunde eventuell noch einen kleinen Dinosaurier hinter dem Haus hätten oder so. Das haben wir dann aber nicht mehr geprüft, satt und müde und mit einigen Blessuren versehen, wie wir waren (ich habe Schulter!). Spaß hat's gemacht, und nächstes Jahr können wir nur besser werden! 

Donnerstag, 5. Mai 2011

Halb gestylt ist ganz umsonst

Wenn auch nur ein Accessoire nicht stimmt, kann die Wirkung verheerend sein. Gestern in der Muckibude fiel mir ein Kerl auf, Anfang zwanzig, sehr muskulös, stylishes Tattoo auf der Schulter, Kopf teilrasiert, die übrigen Haare akkurat mit Gel einzeln in Form gelegt, messerscharf ausrasierter schmaler Dreitagebart zur Betonung der Kinnlinie, sehr schicker einteiliger ärmelloser schwarzer Sportanzug mit dem Schriftzug eines bekannten Modelabels. Dann wanderte der Blick tiefer und fand: graue Wollsocken in Gesundheitssandalen.

Montag, 2. Mai 2011

Eine Hochzeit, kein Todesfall und die Erinnerung an die 80er Jahre

England heiratete und ich habe zugeguckt. Freunde und Bekannte, die wahlweise gerne "Verbotene Liebe", "Lindenstraße" oder "Raumschiff Enterprise" gucken, lachen mich aus und werfen mir unterschwellig Eskapismus vor. Leute: das war mir am Freitag sowas von egal! Ich habe die Fernsehübertragung in voller Länge, natürlich mit dem unvergleichlichen Rolf Seelmann-Eggebert, von Anfang bis Ende genossen und weil es so schön war, mir am Abend noch mal die Zusammenfassung angesehen. Nehmt das, ihr Lästermäuler!

Herr Dinktoc hatte im Vorfeld mehrfach öffentlich verkündet, das alles interessiere ihn ja überhaupt nicht. Folgerichtig saß er am Freitag ab 9 Uhr morgens vor der Glotze und war dort kaum mehr wegzukriegen, insbesondere als er die Schwester der Braut zu Gesicht bekam ("wer ist denn der scharfe Feger?" "Ja, ich hab dich auch lieb ..."). Das Mitleid mit ihm sollte sich also in Grenzen halten. Man sollte eher Mitleid mit mir haben, denn Herr Dinktoc fragte angesichts der Wiederholungsbilder von der Zeremonie, ob das jetzt schon die Spielanalyse sei. Ich habe ihn einen Banausen geschimpft.

Übrigens wissen die in den 80er Jahren Aufgewachsenen, wie die Geschichte von Kate & Willie weitergeht: sie werden zwei Kinder bekommen: Lynn und Brian; sie werden eine Katze namens Lucky haben; und in ca. 17 Jahren wird ein Außerirdischer in ihre Garage krachen.

Mittwoch, 27. April 2011

Der Hessentest: Wunsch & Wirklichkeit

Herr Dinktoc behauptet ja immer, bevor man endgültig die hessische Staatsbürgerschaft bekäme - und er lässt nie einen Zweifel daran, dass dies ein höchst erstrebenswertes Ziel sei - müsse man erst erfolgreich den Hessentest absolvieren.

Der besteht aus dem korrekten Aussprechen der Wortkombination "en Schnibbelsche Flaaschworscht" (ein linguistischer Albtraum für alle Nicht-Hessen), dem Verspeisen von "Handkäs mit Musigg" und dem Trinken mehrerer Bembel Äppler; verwendet man die Bezeichnung "Apfelwein", führt das zu sofortigem Durchfall. Ich meine: beim Test. 

Am Osterwochenende waren wir zu Besuch bei meinen Eltern in der schönen Eifel, da, wo die scharfkantigen Rheinländer wohnen. Man sagt von ihnen, sie würden blind geboren, könnten aber nach 14 Tagen schon durch eine dicke Eichentür gucken.

Genau dort also ritt Herr Dinktoc mal wieder sein Steckenpferd und forderte - mit schrägem Seitenblick auf Frau Dinktoc - den Hessentest für alle. Frau Dinktocs Vater, durchaus lokalpatriotisch, wenn es sein muss, fragte nur:

"Worum geht's denn da? Muss man drei Stunden aus dem Fenster gucken und darf dabei nix denken??!"

Ich vermute, frühestens an Pfingsten wird Herr Dinktoc bereit sein, wieder mit seinem Schwiegervater zu sprechen.  

Dienstag, 26. April 2011

Fleischeslust

In einem Anfall von Egoismus habe ich den Begriff "Metzgereifachverkäufer" gegoogelt, um zu sehen, ob da irgendwann auch auf meinen letzten Blogbeitrag verwiesen wird (natürlich nicht). Ein interessantes Ergebnis gab es trotzdem - ich landete bei einer ernsthaften Forumsdebatte zur Frage, ob auch Vegetarier den Beruf eines Metzgereifachverkäufers ergreifen dürfen. 
Ich war versucht, dem Forum mitzuteilen, der Job sei nur etwas für eingefleischte Vegetarier.

Montag, 25. April 2011

Schnitzeljagd der dritten Art

Gründonnerstag im Biosupermarkt an der Metzgertheke.

Metzgereifachverkäufer: "Was darf es denn sein?"
Frau Dinktoc: "Ein Schweinefilet bitte."
Der Metzgereifachverkäufer greift in die Theke, elegant über das Schweinefilet hinweg, und hebt einen Brocken Rinderhüfte auf sein Schneidebrett. Das Messer schwebt darüber: "Wieviel hätten Sie gern?"
Frau D.: "Ähm. Ich hätte gerne ein Schweinefilet."
M.: "Oh. Ja." Er packt die tote Kuh zurück in die Auslage, nimmt ein Schweinefilet in die Hand, legt es zur Seite und greift statt dessen ein großes Stück Schweineschnitzelfleisch, packt es aufs Schneidebrett und wieder schwebt das Messer: "Wieviel ...?"
Frau D.: "Schweinefilet! Ich sagte Schweinefilet!"
M. schaut irritiert von mir zum Fleischbrocken, man hört ihn förmlich denken, dann kommt: "Oh. Ähm. Entschuldigung." Er legt das Schnitzelfleisch zurück und hat endlich das Schweinefilet in der Hand. Das Messer schwebt wieder und ich antworte schon vor der Frage: "Das ganze Filet."
M. wirft das Filet auf die Waage, sein Zeigefinger schwebt fünf - sieben - zwölf Sekunden über der Tastatur, dann wendet er sich an die Kollegin, die einen Meter weiter die Wurstschneidemaschine putzt: "Die Nummer für Schweinefilet ist doch sechsundsiebzig-null-neun, oder?!"
Die Kollegin zischt durch zusammengebissene Zähne: "NEIN! Das ist die für Schnitzel!!"

Woraufhin Frau D. einen Lachkrampf nicht ganz unterdrücken konnte und der Metzgereifachverkäufer röter wurde als das blutigste Roastbeef in seiner Theke. Das hart erkämpfte Stück Schwein gab es übrigens am Samstagabend mit Blattspinat und Parmesan überbacken und als Beilage Tagliatelle mit frischen Champignons und schwarzem Pfeffer.

Freitag, 15. April 2011

Klatsch & Tratsch ...

... ist glücklicherweise bei unseren Stammtischabenden kaum ein Thema. Stars und Sternchen sind nicht von Interesse. Wenn es um persönlich bekannte und ab und zu am Stammtisch teilnehmende Personen geht, ist das gelegentlich anders. Gestern abend jedenfalls wurde beinahe zehn Minuten lang über eine beiläufige Bemerkung des Herrn C.G., dass er Herrn A.E. zufällig auf einem Supermarktparkplatz getroffen habe, diskutiert.
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"Ich hab übrigens vorhin zufällig den A. auf dem R*WE-Parkplatz getroffen."
"Welcher R*WE?"
"Der in R-Stadt."
"Welcher in R-Stadt?"
"Na, der neben dem Krankenhaus."
"Was macht denn der A. bei DEM R*WE??"
"Er hat Klopapier gekauft."
"Wieso kauft der da sein Klopapier? Der Laden liegt doch gar nicht auf seinem Heimweg. Und auch nicht in der Nähe seines Büros."
"Vielleicht hatte er was in der Nähe zu erledigen und ist nur schnell in den Laden rein?"
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Diese Lösung wurde als "zu einfach" verworfen. Morgen abend treffe ich Herrn A.E. persönlich. Ich werde ihn eingehend nach seinen Klopapier-Einkaufsgewohnheiten befragen, auf dass auch dieses Rätsel seine Aufklärung finde.

Donnerstag, 14. April 2011

Champions League-Spiele ...

... sind großartige Gelegenheiten für einen Besuch in der Muckibude. Conan der Barbar, alle seine Kumpels und auch Otto Normalgerätenutzer sitzen zu Hause vor dem Fernseher, es ist leiser als sonst, es ist deutlich leerer als sonst, man kann die Abfolge der Gerätenutzung nach Gusto auswählen und nicht danach, welches Folterinstrument gerade frei ist. Ich sollte mir für die nächsten Wochen die Fußballspielpläne besorgen und meine Trainingszeiten danach ausrichten.