Montag, 19. Juli 2010

Die Küche ist da!



Die Küchenmöbel samt Zubehör wurden am Donnerstagnachmittag geliefert und erst mal in der Küche sowie im Abstellraum daneben gelagert.

Großes Puzzle. Manches war auf den ersten Blick zu erkennen, anderes gar nicht. Aber dafür gibt es ja Profis.


Freitagmorgen, pünktlich um 7 Uhr, kam das Küchenaufbauteam und schaffte sich erst einmal Platz: die Schubladen wurden im Hof zwischengelagert.

Genauso die Arbeitsplatte, aufgebockt und noch unbeschnitten.

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In der Küche steht der Spülenschrank schon an Ort und Stelle.
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Einen der großen Schubladeneinsätze haben die Handwerker zweckentfremdet für ihr Sammelsurium von Schrauben, Nägeln, Unterlegscheiben und wasweißichnoch. Sehr praktisch!

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Der Backofen ist eingebaut. Aber noch nicht angeschlossen (Herr Dinktocs Ruf nach Pizza verhallte daher ungehört).




Die eingebaute Arbeitsplatte, jetzt mit Ausschnitten für Spüle und Kochfeld.

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Ein Probelauf zeigt: Wasser läuft, sowohl ein als auch ab, ohne Überschwemmung.

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Die Oberschränke.



Nach ziemlich genau 8 Stunden Arbeit ist das Werk vollbracht, wenn auch noch nicht vollständig, denn: aus unerfindlichen Gründen hat der Hersteller vergessen, ein Regal anzufertigen, das die 20 cm-Lücke zwischen Backofen und Kamin schließen und somit praktischerweise Platz für Kochbücher bieten sollte; außerdem sind zwei Regalbretter über der Spüle zu kurz, ebenso die Abdeckung des Spülmaschinenschranks. Da hat wohl einer beim Ausmessen das Lasermessgerät nicht richtig bedient. Ach ja, die Abdeckung der Dunstabzugshaube fehlt auch noch. Alles zwar lästig, besonders, weil Ferienzeit ist und damit die Lieferfristen nur ganz fern am Horizont zu erkennen sind, aber nicht funktionsbeeinflussend.
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Hurra! Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Küche megasuperextrem gut finde?!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Erdbeben

Gleich neben unserem Bürogebäude ist eine Bahnbaustelle. Gerade wird dort großflächig der Boden verdichtet. Ich weiß jetzt, wie sich ein schwaches Erdbeben anfühlt. Das Zittern im Boden setzt sich als Kitzeln im Bauch fort, aber angenehm ist das nicht. Die ganze Hütte wackelt.
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Nachricht ans Universum: ein starkes Erdbeben brauche ich weiterhin nicht. Danke.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Elektrischer Hitzschlag

Was tun, wenn der Büroserver komplett ausfällt, weil die Serverraum-Klimaanlage den Geist aufgegeben hat? Stundenlang bekommt man keine E-mails und kann keine verschicken, das Internet ist nicht erreichbar, man hat keinen Zugriff auf die zentralen Laufwerke und kann eigentlich nur noch Ablage machen, weil man für alles andere den Computer braucht. Nicht mal Telefonieren ging, weil bei uns auch die Quasselmaschine an der DV hängt.
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Paradiesischer Zustand, könnte man meinen: endlich ein objektiver Grund, im Büro nix zu tun! Für mich galt das leider nicht, denn ein potenzieller Kunde hatte zum kürzlich abgegebenen Angebot eine Rückfrage. Antworten nur per e-mail möglich, Frist bis gestern 13 Uhr (bei öffentlichen Ausschreibungen muss man sich an sowas wirklich halten). Zu allem Überfluss brauchte ich für die gewünschte Antwort noch ein paar Details, die nur im Internet zu recherchieren waren.
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Wohl dem, der weiß, dass die DV-Abteilung ein kleines Notfallpäckchen in Gestalt eines UMTS-Modems hat, das unabhängig vom Firmennetzwerk den Zugang ins Internet ermöglicht. Details herausgefunden, Mailtext geschrieben - ABER: ich kann ja auch keine Mails verschicken, was also tun?! Der DV-Mensch weiß Rat - einfach eine gmx-Adresse einrichten und von da aus verschicken. Sehr schön. Daher habe ich jetzt auch einen gmx-Account und die E-mail ging gestern um 12.45 Uhr an den Kunden. Also mal wieder die Welt gerettet, *tief durchatme*. Danke, "Baba" von der DV!

Montag, 12. Juli 2010

Improvisation ist alles

Komme heute morgen nach einer Woche Urlaub ins Büro und stelle fest, dass Handwerker da waren und die defekte Jalousie ausgebaut haben. Seit fünf (!) Monaten ist der eine Führungsdraht locker, und jetzt müssen die das Ding ausgerechnet in der heißesten Woche des Jahres ausbauen. Freie Fahrt für die Sonne! Demzufolge hatte ich heute morgen um 7 Uhr bereits knackige 32 Grad Celsius in meinem Büro. Da macht das Abarbeiten von 195 E-mails gleich noch mal so viel Spaß.
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Aber der Rheinländer an sich ist ja erfinderisch. Wozu habe ich denn eine Rolle Packpapier und eine weitere mit Klebeband hier liegen? Zumal das Packpapier genauso breit ist wie die Fenster?
Die Scheibe rechts habe ich von außen beklebt zum Erreichen des größtmöglichen Hitzeabhaltungsfaktors, die Scheibe links nur von innen, dafür mit sinnreichem Umschlag zur Regulierung des Lichteinfalls. Und das "runde Kreisteil" (wie Herr W.H. kürzlich sagte, als ihm das Wort "Ventilator" nicht einfallen wollte) ist so aufgestellt, dass sich die Illusion von Luftzug im Nacken ergibt.
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Momentan steht das Thermometer übrigens bei 34 Grad. Ich habe aber immerhin die Hoffnung, dass die Packpapierpappaktion morgen früh dabei hilft, die Bude nicht ganz so schnell aufzuheizen.

Frau Dinktoc und die Kammer des Schreckens

Den ersten Tag meiner Urlaubswoche habe ich so richtig genossen, indem ich den Keller aufgeräumt habe. Es ist geradezu erschreckend, was für eine Menge Zeug sich auf ungefähr 5 Quadratmetern ansammeln kann und wieviel Zeit man braucht, gute vier Stunden nämlich, um gründlich aufzuräumen.
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Die berühmten Vorher-Nachher-Fotos:
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Das Gerümpel oben auf dem Regal stand überwiegend schon seit zehn Jahren da, seit unserem Einzug nämlich. Die Wandfarbe, inzwischen völlig eingetrocknet, wurde aufbewahrt, um eventuell im Wohnzimmer mal was ausbessern zu können; gleiches gilt für diverse Tapetenreste.
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Warum Herr Dinktoc zwei uralte Erste-Hilfe-Kästen (einstmals verwendet in Autos, die längst verschrottet sind) aufgehoben hatte, will ich gar nicht wissen. Die enthaltenen Mullbinden sahen jedenfalls aus, als hätte man sie schon zum Einwickeln von Tut-Ench-Amun benutzt. Die Restmülltonne hat sich gefreut.
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Die Weihnachtsdekorationen waren ja noch einigermaßen geordnet in einem Karton verstaut, während das Osterzeug lose herumflog. Jetzt ist Weihnachten noch ordentlicher und Ostern erstmals ordentlich im Karton.
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Der Gefrierschrank ist abgetaut und aufgeräumt, Leergut weggebracht, Katzenfuttervorrat sortiert, Spinnweben weggefegt, Blumentöpfe ausgemistet und ordentlich ineinander gestapelt. Wir haben plötzlich Platz im Keller!
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Der Altglascontainer ist übrigens jetzt auch voll, die Biotonne hat ebenfalls ihren Anteil bekommen - zwei Gläser selbst eingemachte Kirschen von vor zu vielen Jahren, die im Vorratsschrank versehentlich bis ganz nach hinten mäandert waren und ein paar vergessene, völlig verschrumpelte Äpfel. Wenn ich die mit den uralten Mullbinden umwickelt hätte, hätte ich sie eventuell einem gutgläubigen Menschen als Schrumpfköpfe andrehen können.

Alles für die Katz

Er hat ein Körbchen. Er hat ein Katzensofa. Er hat ein großes Kuschelkissen. Er hat Sofas, Betten und Polsterstühle. Warum also muss dieser Kater sich im Schrank unter dem Kühlschrank häuslich niederlassen, aus dem ich eigentlich nur eine Einkaufstasche herausfischen wollte!?
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Unnötig zu erwähnen, dass ich die Tasche erst herausnehmen und die lästig im Weg befindliche offene Schranktür schließen konnte, als Herr Kater ausgeschlafen hatte.

Zufallsglücksfund

Letzten Donnerstag sind wir auf Lampenjagd gewesen. Im Haus werden wir mehr Lampen haben als jetzt, und auch die Gelegenheit nutzen, zwei mittlerweile doch sehr aus der Mode gekommenen Teile (nach 17 Jahren!) auszumustern.
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Ein bisschen was haben wir gefunden - Deckenlampen für die Küche und auch welche für den Außenbereich. Eine wunderschöne Lampe, die genau über unseren Esstisch passen würde, kauften wir nicht, weil sie mehr kosten sollte, als wir für 45 qm Teppichboden ausgegeben haben.
Aber in einem der zahlreichen besuchten Möbelhäuser fiel ich über den perfekten Badteppich fürs Gäste-WC: Form, Farbe, Muster und Größe waren genau richtig. Und bezahlbar war er auch. Was will man mehr?! Eine Lampe für den Esstisch, ja, schon gut!!

Tag Neunundzwanzig

Der letzte Tag des Bücherstöckchens - schade eigentlich. Es hat Spaß gemacht und bringt einen dazu, mal wieder ausgiebig sowohl im eigenen Bücherregal als auch im eigenen Gedächtnis zu wühlen. Aber das nächste Bücherstöckchen kommt bestimmt ...
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Tag 29 also: Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt?? Corinne Hofmann: Die weiße Massai. Warum zur Hölle wurde dieses Buch überhaupt geschrieben? Und warum zur Hölle habe ich es gelesen?!?

Donnerstag, 1. Juli 2010

Beglaubigte Überdosis

Heute flatterte ein Vorgang über meinen Schreibtisch (zum Glück nur vertretungsweise, jeden Tag würde ich das nicht aushalten!), das glaubt man nicht. Da geht ein Mitarbeiter in ein Projekt in fernem, fremdem Land und die Geschäftsführung stellt einen "Authorization Letter" aus, in dem sie bestätigt, dass der Mitarbeiter berechtigt ist, im Namen der Firma dort tätig zu werden. Datum, Unterschrift. So weit, so gut.
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Dann kam der Notar und beglaubigte, dass die Geschäftsführung berechtigt war, dem Mitarbeiter den Brief auszustellen. Dann kam das Landgericht und beglaubigte, dass der Notar berechtigt war, die Unterschrift der Geschäftsführung zu beglaubigen. Dann kam das Bundesverwaltungsamt zu Köln, im Namen des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, und beglaubigte, dass die Frau Landgerichtspräsidentin tatsächlich die Frau Landsgerichtspräsidentin ist und als solche berechtigt, zu beglaubigen, dass der Notar berechtigt ist, zu beglaubigen, dass die Geschäftsführung berechtigt ist, einen Authorization Letter auszustellen.
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Dann kam der Vorgang auf meinen Schreibtisch, weil: das Ganze muss jetzt noch zur Botschaft des fernen, fremden Landes geschickt werden (und das hatte ich der urlaubenden Kollegin versprochen, damit es nicht noch mehr Verzögerung gibt), denn - damit die Behörden im fernen, fremden Land dies auch glauben - die Botschaft muss noch überbeglaubigen, dass das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland in Gestalt des Bundesverwaltungsamts zu Köln berechtigt ist, zu beglaubigen, dass die Frau Landgerichtspräsidentin usw. usf.
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Da fleht ja selbst der gemeine deutsche Amtsschimmel um Gnade.

Tag Achtundzwanzig

Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt! Auch auf die Gefahr hin, der Einseitigkeit und Langeweile geziehen zu werden: Der Herr der Ringe. Als der erste Film herauskam, bin ich mit Kumpel W., der die Bücher genauso liebt wie ich, ins Kino marschiert, in der erklärten Absicht, den Film höchst kritisch zu betrachten; und wir waren bereit, ihn in der Luft zu zerreißen, sollten wir das Gefühl haben, er entspräche in irgendeiner Weise nicht dem Geist des Buches.
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Wir hatten so gut wie nichts zu meckern.
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Bei Film 2 und Film 3 meckerten wir ein kleines bisschen mehr, im wesenlichen über die Szenen, die am weitesten vom Buch entfernt sind. Da sind wir Puristen, geben aber zu, dass es filmdramaturgisch vertretbar war.
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Und jetzt warte ich darauf, dass die Verfilmung des "Hobbit" endlich losgeht, damit ich wieder - natürlich nur zu wissenschaftlichen Zwecken - ins Kino gehen kann, um den Film zu kritisieren, falls er nicht dem Geist des Buches - na, Sie wissen schon.