Donnerstag, 25. März 2010

Ich bin dann mal weg ...

... ab morgen habe ich Urlaub. Erst am Dienstag nach Ostern betrete ich wieder diesen Leuchtturm des Wissens und der Weisheit, sprich, das Irrenhaus, in dem zu arbeiten ich die Freude und die Ehre habe.
Daher also schon heute:



Lassen Sie es sich gutgehen da draußen, und viele bunte Ostereier wünsche ich auch.

Kollege Chaos schlug wieder zu

Der eine Kollege, der das Chaos gepachtet hat, ist jetzt seit ungefähr 7 Jahren in dieser Firma. Seither hat er


  • sich den Finger in einer Feuerschutztür eingeklemmt (3 Wochen Gips)
  • einen Flug verpasst, weil es auf dem Flughafen, von dem er starten wollte, gebrannt hat (böse Zungen im Kollegenkreis behaupteten nach der Nachricht von dem Brand, Kollege Chaos habe ihn ausgelöst)
  • sich einen Zeh verstaucht, weil er beim Betreten (Betreten! nicht Verlassen!) einer Hotelbar gestolpert und längelang hingefallen ist
  • sich eine Wunde am Kopf nähen lassen müssen, weil ihm beim Aufstehen schwindlig wurde und er mit dem Kopf voran in den einzigen Glastisch im Umkreis von 300 Metern gestürzt ist
  • sich in einer Fußgängerzone von einem Auto anfahren lassen
  • sich den Knöchel verstaucht, weil er in der Flughafenhalle ausgerutscht und mit dem Fuß gegen das Schild geknallt ist, auf dem stand "Vorsicht Rutschgefahr"
Warum ich das jetzt erzähle? Nun, gestern ist Herr Chaos von einem Hund gebissen worden. Wenn man gestikulierend auf Herrchen zugeht, glaubt auch der gutmütigste Hund, Herrchen werde bedroht und klappt dann sicherheitshalber mal die Kiefer um den Angreiferknöchel. Eine Tetanusspritze und ein kleiner Verband haben diesmal zur Behandlung ausgereicht.
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Über den Zustand des Hundes ist nichts bekannt.

Top Secret

Hatte ein Dokument ("Statusbericht") an die Büroleiter in 'unserer' Auslandsregion zu verschicken. Der Chef insistierte, in die begleitende E-mail zu schreiben: "Herr XYZ bittet darum, den Bericht vertraulich zu behandeln."
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Eine Minute später meldet sich der erste Büroleiter zurück: "VOR dem Lesen verbrennen?!"
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Recht hat der Mann.

Wachstumsbeschleuniger

"Miauuuu - doch, doch! Ich bin mir ganz sicher! Wirklich! Katzenminze wächst schneller, wenn man sie beaufsichtigt! Bestimmt!!"

Frühlingsboten



Die erste Tulpe blüht im Beet, die erste Hyazinthe öffnet gerade ihre Blüten. Und die Nachbarin hatte die gute Idee, die Grillsaison zu eröffnen. Zwar war das Fleisch noch nicht durch, als es dunkel wurde, aber mit Teelichtern an den Ecken des Rostes lässt sich so ein Grill ganz hervorragend beleuchten und die richtige Konsistenz des Fleisches zwischen "roh" und "verbrannt" abpassen. Dazu Oliven, Ciabatta und ein Bier. Hach, Frühling ist schön!

Mittwoch, 24. März 2010

Zeichen & Wunder??

Ruft mich doch eben der Kurierdienst an - man habe da vom technischen Support eine Reklamationsanzeige bekommen, und welches Problem genau es denn gewesen sei? Oh, sagte Frau Dinktoc, MEHRERE! Ich gab Herrn Kurierdienst einen Überblick, so kurz wie möglich, sonst hinge ich jetzt noch am Telefon. Nach meiner Auflistung herrschte eine Weile Schweigen am anderen Ende der Leitung --- dann sprach Herr Kurierdienst: er gebe dann mal sofort einen Prüfauftrag an einen Techniker, der solle unseren Online-Account und den Server und alles, was man prüfen kann, bis zum allerletzten Haken prüfen, auf dass wieder Ordnung in unsere Buchungen komme. Und entschuldigt hat er sich auch "für die Unannehmlichkeiten".
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Nun denn. Frau Dinktoc ist erst mal entzückt, dass sich wer kümmert. Und ansonsten warten wir ab, was draus wird. Immerhin haben wir nächste Woche den 1. April.

Der Innenputz hat fertig


Sehr ordentliche Handwerker hatten wir mal wieder. Das Bad ist verputzt (Bilder oben), die Baustelle sowas von aufgeräumt; sogar das Behelfstreppengeländer, das zum Verputzen der Treppenhauswände demontiert werden musste, haben sie wieder angebracht, befestigt mit einem System von Holzkeilen und nicht wie vorher mit Nägeln, denn dann hätten sie den frischen Putz mit Nagellöchern entweihen müssen. Gut mitgedacht.
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Heute nachmittag wird ein Container angeliefert; und da Herr Dinktoc schon ab morgen Urlaub hat, wird er sich als Müllmann betätigen und allen Schutt und Schrott und Kram und Zeug, der und das sich in den letzten Monaten angesammelt hat, der Entsorgung zuführen. Freitag wird der Container nämlich schon wieder abgeholt, damit ab Montag das Gerüst für den Außenputz gestellt werden kann.

Dienstag, 23. März 2010

Lösungsvorschlag

Die Lakritzefrau hat in ihrem Blog einen Link zur BBC eingestellt (danke!), der mir hervorragend zupaß kommt. Ein Spiel, bei dem man als Assistent eines altägyptischen Mumifizierers engagiert wird und eine Mumie herstellen muss.
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Habe einmal gespielt und es ganz gut hingekriegt. Jetzt würde ich zu gerne den ein oder anderen Mitarbeiter des Kurierdienstes (Sie wissen schon!) mumifizieren. Lebend. Es ergibt sich bloß ein Problem: so ziemlich am Anfang des Mumifizierungsprozesses steht die Entfernung des Hirns. Wie kann man aber etwas nicht Vorhandenes entfernen?!
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(Mantra: ich bin böse und ich weiß es und ich finde es gut. ich bin böse und ich weiß es und ich finde es gut. ich bin böse ...)

Ach ja, der Hausbau!

Vor lauter Spaß mit dem Kurierdienst hätte ich ja fast die Baustelle vergessen ... (haha!). Die Verputzer sind so ziemlich durch, heute wird noch das Bad gemacht, sozusagen das Beste zuletzt, denn da kommt ein Spezialputz für Feuchträume an die Wände.
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Ab Donnerstag kommen nochmals die Trockenbauer und verkleiden die Fallrohre und WC-Vorwandinstallationen und lassen die Decken im Erdgeschoss hinter Metallgitterplatten, die mit Verputzmasse bestrichen werden, verschwinden. Von den ursprünglich geplanten Rigipsplatten sind wir wieder abgerückt - es müsste ein Unterbau angebracht werden, sehr aufwendig, wegen der Unregelmäßigkeit der Decken wäre ein Ausgleich nötig, und das frisst Zeit, und Zeit ist in dem Fall tatsächlich Geld, denn die Trockenbauer schaffen auf Stundenbasis. Diese Metallgitter sind flexibler, kleine Unregelmäßigkeiten fangen sie auf, in der Anschaffung zwar etwas teurer, aber schneller eingebaut und damit am Ende billiger.
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Nächste Woche haben Herr und Frau Dinktoc Urlaub und können dem Verputzer dabei zugucken, wie er das Gerüst für den Außenputz stellt. Das wiederum erlaubt auch dem Dachdecker, seine Arbeit zu beenden und wird uns das Vergnügen bescheren, zusammen mit Architekt und Dachdecker auf dem Gerüst herumzuklettern und zu prüfen, inwieweit man die unorthodox eingebaute Regenrinne so lässt oder auch nicht, wie sie also den harten Winter überstanden hat und ob und welche Prognosen sich daraus ergeben.
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Und wie wird der Urlaub sonst so?? Also:
  • Besuch bei der Gemeindeverwaltung. Neuen Pass beantragen (Herr Dinktoc). Rentenkonto klären (Frau Dinktoc). Beim Bauamt die offizielle Mitteilung abgeben, dass ein Gerüst gestellt wird; nur per e-mail reicht nicht (Herr und Frau Dinktoc).
  • Entscheidung, welche Farbe der Verputz haben soll. Wir schwanken noch. Das Haus wird weiß, wollweiß, soviel steht fest. Der Treppenhausanbau soll farblich abgesetzt sein, und die Farbauswahl ist einfach viel zu groß. Immerhin sind wir uns einig, dass er nicht rosa werden soll. Besser als nichts, aber noch nicht wirklich zielführend.
  • Diverse Besuche bei Anbietern von Fußbodenbelägen aller Art. Festlegung, welche Art Fußboden wohin kommt. Über die grundsätzliche Zweckmäßigkeit von Fliesen im Bad braucht man wohl nicht zu diskutieren; aber die Frage "Laminat oder Parkett" kann durchaus Züge eines Glaubenskriegs annehmen.
  • Mindestens ein Baustellenkoordinationstag mit etlichen Telefonaten und eventuell persönlichen Gesprächen mit diversen Handwerkern, um Termine, Materialeinkäufe und Schnittstellen zwischen den Gewerken zu koordinieren.
  • Termin mit dem Küchenbauer. Im Küchenstudio und/oder auf der Baustelle zum Messen. Die Küchenplanung vom letzten Jahr aktualisieren und die Küche bestellen. In leicht abgespeckter Variante, es darf ruhig etwas preisgünstiger werden.
Urlaub? Welcher Urlaub?? Seufz - falls trotz der obigen To-do-Liste noch ein wenig Luft bleibt, wollen wir uns eine Fotoausstellung in Frankfurt ansehen. Ein Nachmittag Urlaub ist doch auch ganz schön.

... und täglich grüßt der Murmelkurier

Die Hoffnung trog.
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Heute morgen, als ich die Firma betrat, sah ich schon von der Tür aus meine Sendung noch auf dem Tisch des Pförtners liegen. Meine Miene muss sofort auf Sturm geschaltet haben, jedenfalls duckte sich der Pförtner vorsichtshalber hinter sein Pult - er fürchtete wohl, der Überbringer werde für die Botschaft bestraft - und informierte mich, er hätte fünf verschiedene Fahrer angerufen, aber keiner hätte die Sendung abholen wollen, denn sie sei ja nicht gebucht gewesen. SIE WAR GEBUCHT, UND ZWAR SOWOHL ONLINE ALS AUCH TELEFONISCH!! teilte ich mit liebreizender Stimme der Welt im allgemeinen mit, griff nach der Sendung und begab mich in mein Büro, wo ich nach einmal Tiefdurchatmen die mir inzwischen auswendig aus den Fingern fließende Telefonnummer wählte.
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Frau Kurierdienst wunderte sich wortreich, warum eine online gebuchte und dann telefonisch nochmals nachgebuchte (denn, wie gestern berichtet, hatte die Online-Buchung ja mal wieder nicht geklappt) Sendung nicht abgeholt wurde und befragte den Computer, ohne den nichts mehr geht, aber mit ihm seit vier Wochen offensichtlich auch nicht mehr.
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Nach einigem Gewühle, rekonstruktiven Dialogen und einigem Nachdenken stellt sich die Sache wie folgt dar: Gestern hatte auch ein Kollege eine Sendung nach A-Stadt telefonisch gebucht. Die Dame beim Kurierdienst, nennen wir sie Frau Hirntot, die gestern meine telefonische Buchung entgegennahm, hat nun nicht etwa meine Sendung nach B-Stadt normal gebucht, sondern vermerkt, die Kollegensendung nach A-Stadt bestünde aus zwei Teilen. Nachdem der Kurierfahrer die Kollegensendung abgeholt hatte, war für die Fahrer und den Kurierdienst der Fall erledigt, denn im Computer stand keine weitere Buchung mehr.
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Frau Kurierdienst hat es dann heute abgekriegt - mir reichte es jetzt wirklich. Seit fünf Jahren buche ich bei diesem Kurierdienst, und immer war alles in Ordnung, aber seit einem Monat geht immer alles schief, und dann soll noch der Kunde schuld sein. Sie brachte die üblichen Erklärungsversuche, die Umstellung des Computersystems, der Umzug des Büros, etc. etc. "Das ist nicht mein Problem!" sagte ich. "Ich kann doch nicht jeden Tag eine Stunde oder mehr aufwenden, um Ihre internen Abläufe zu diskutieren!" Bin ich zu anspruchsvoll? Weil ich erwarte, dass der Kurierdienst seinen Job macht?
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Ich beantrage einen Kurierdienstbuchungs- und Streitfalldiskussionsassistenten bei der Personalabteilung. Ich. hab. keine. Lust. mehr. darauf. Bäääh.