Montag, 10. Mai 2010

Der Medizinschrank des Grauens

... befand sich in unserem Badezimmer. Freitag stand - nach dem Kleiderschrank vor zwei Wochen - die nächste Aufräumrunde an, diesmal im Bad. Besagter Schrank mit der Hausapotheke, dazu der Spiegelschrank und noch ein kleiner Badschrank.
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Mit einer solchen Arbeit kann man problemlos anderthalb Stunden zubringen - die meiste Zeit ging damit drauf, den Aufdruck mit dem Haltbarkeitsdatum der Medikamente zu finden und die winzigkleine Schrift oder Prägung zu entziffern. Das meiste war natürlich abgelaufen und wurde weggeworfen; deshalb ist auf dem "Nachher"-Bild auch plötzlich so viel Platz im Schrank:















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Besonders erstaunlich fand ich, wieviel Tablettenpackungen gegen Durchfall sich angesammelt hatten. Unsere letzte Reise in den Süden und damit in den Dunstkreis von Montezumas Rache ist schon gute 3 Jahre her. Kein Wunder also, dass das Anti-Durchfall-Zeug durchfiel (Achtung, Kalauer!) und im Müll landete.
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In Spiegelschrank und Badschränkchen hatten sich zahlreiche Fluggesellschafts-Survival-Packs (Minizahnbürste, Minikamm, Augenbinde, winzige Tuben Zahnbürste, klitzekleine Döschen Creme und Lippenbalsam) angesammelt, die Herr Dinktoc aus nur ihm selbst bekannten Gründen von seinen Dienstreisen angeschleppt hatte. Dazu ein paar steinalte Kulturbeutel und zwei Dutzend Kosmetikproben, die man dann doch nie verwendet hat. (Und das ein oder andere Geschenk von Schwiegermutter: Body Peeling zum Beispiel. Warum will die mir die Haut abziehen?!) Alles flog raus! Resultat:
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Ein großer Müllsack voll ollem Zeug und zwei Kulturbeutel extra, die in den Müllsack gar nicht mehr reinpassten.
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Lediglich die kleinen Zahnpastatübchen und Cremedöschen habe ich aufgehoben, für die Nichte, die gerade sehr gern Kaufladen spielt und bestimmt ihren Spaß daran haben wird, eine Kosmetikabteilung zu eröffnen.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Die Rettung Griechenlands

Wir unterstützen die Kandesbunzlerin und die Regierung und kommen unserer staatsbürgerlichen Pflicht nach, um unseren Beitrag zur Rettung Griechenlands zu leisten. Die Demonstration heute abend beschäftigt sich mit der griechischen Wirtschaft.
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Einer bestimmten Wirtschaft. Einem griechischen Restaurant nämlich, in dem sich heute unser Stammtisch trifft. Yamas!
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Klimaerwärmung für den Hausgebrauch

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Als ich gestern nachmittag zur Baustelle kam, fand ich den Installateur vor der Heizungssteuerung sitzend vor, augenscheinlich mit buddhistischer Ruhe über der Anzeigetafel meditierend. Er dachte aber nur darüber nach, wie er die widerspenstige Software zum Laufen bringen sollte. Das ist ihm dann auch gelungen, und jetzt wird eine Woche lang die Fußbodenheizung durchlaufen, automatisch so eingestellt, dass sie jeden Tag 5 Grad höher heizt. Nächste Woche wird überprüft, ob alles vorschriftsmäßig funktioniert und dann wird die Heizung wieder abgestellt.
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Während der nächsten Woche braucht sich also kein Handwerker zu beschweren, es sei zu kalt zum Arbeiten. Eher im Gegenteil. Aber wir müssen darauf achten - sagt der Installateur - dass es keinen Durchzug gibt. Lüften geht zwar, aber nur Zimmer für Zimmer. Bei Durchzug besteht die Gefahr, dass die Oberfläche des Estrichs, verglichen mit dem gut durchwärmten Inneren, zu stark auskühlt; durch die entstehende Spannung im Material könnten sich Risse bilden. Braucht doch kein Mensch.
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Ich werde jetzt gleich also zwei große, deutliche, gut lesbare Zettel schreiben und nachher an die Tür kleben: dass man erstens unter gar keinen Umständen die Steckdose der Heizung ziehen oder die Heizung abschalten darf; und dass zweitens Durchlüften bei Strafe verboten ist.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Herr der Ringe - Gewinnspiel

Tolkien-Fans aufgepasst: hier kann man Bücher und Hörbücher gewinnen. Man muss nur 15 Satzanfänge und Satzenden aus dem Buch richtig einander zuordnen. Für eingefleischte Fans sollte das doch ein Leichtes sein! Werde gleich mal meine Mittagspause damit verbraten.

Sträflich

Wie blöd kann man eigentlich sein?! Da will ich mir die Bettdecke über die Schulter ziehen, mein Griff rutscht ab, und die Hand hat noch soviel Schwung, dass ich sie mir selber ins Gesicht schlage, natürlich genau mit den Fingernägeln aufs Kinn treffe und dabei eine deutliche sichtbare Schramme entsteht. Wozu halte ich mir denn noch zwei Stubentiger, wenn ich mich jetzt schon selber kratze!?

Dienstag, 4. Mai 2010

Ich will nach London!

Manchmal sollte man es sich verkneifen, auf bestimmte bevorzugte Websites zu gucken. Dann würde man nicht wissen, dass dieses Jahr in Shakespeare's Globe Theatre "Macbeth" aufgeführt wird, nach meiner unmaßgeblichen Meinung eines der besten Dramen der Weltliteratur - in einem der schönsten Theater, die es gibt. Und man müsste sich nicht grämen, weil man in diesem Frühsommer weder Zeit noch Geld hat, nach London zu fahren. Konnten die das nicht nächstes oder übernächstes Jahr aufs Programm nehmen?!
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Wo ist die gute Fee, wenn man sie braucht??

Beim nächsten Regen ...

... muss das Wasser nicht mehr mittels eines Plastikrohr-Hilfskonstrukts schräg von der Hauswand weg direkt auf die Straße plätschern. Seit gestern sind die Regenrinnen ordentlich an die Bodenabflüsse angeschlossen.
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Es hat seinen Vorteil, wenn der betreffende Handwerker ein Kumpel ist. Man kann ihm so nebenbei beim freitagabendlichen Volleyballspielen mitteilen, dass die Verputzer fertig sind und er demnächst die Anschlüsse anbringen kann; und dann kommt er ganz von selber drei Tage später und erledigt alles ("ich hab mir gedacht, das mach ich schnell zwischendurch, dann ist das auch geschafft.")
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Vorher - nachher:






Ein dreifaches Hipp-hipp-hurra! für den Dachwerker und überhaupt. Jetzt muss ich nur noch entscheiden, ob ich die Regenrinne im Sockelbereich noch in der Sockelfarbe streichen soll oder sie so lasse. Ich kann mich im Moment nicht so recht entscheiden. Was meinen die Damen und Herren Kommentatoren?

Montag, 3. Mai 2010

Und Tschüss!

Ich hau dann jetzt mal ab aus dem Büro. Muss noch wieder zum Baumarkt. Dem Innenausbauer fehlen 3 m Deckenunterkonstruktion (und ich werde lieber zwei 1,50m-Stücke kaufen als den Zinnober mit dem zu kurzen Auto und der zu langen Holzlatte nochmal mitzumachen) und ein paar weiße Kantenschienen fürs Bad. Baumarkt, ich komme!!

Freitagsnachlese

Letzten Freitag hat alles, was ich mir vorgenommen hatte, so verdächtig gut geklappt, dass ich beinahe misstrauisch geworden bin und schon ein Weilchen damit rechne, dass irgendetwas jetzt fürchterlich schiefgeht. Optimismus ist schließlich auch nur eine Art von Informationsmangel, sagt der österreichische Kabarettist Alfred Dorfer. Als Rheinländerin kann ich ihm da zwar meist nicht zustimmen (wir sind ja Berufsoptimisten mit der Grundhaltung "et hätt noch immer jotjejange"), aber wo es grad so schön hinpasst ... wo war ich? Ach ja, Freitag.
Erstens ist es mir gelungen, pünktlich das Büro zu verlassen, dann war da, wo man sonst immer steht ("3 km Stau zwischen Gustavsburg und Mainz-Hechtsheim") mal ausnahmsweise nix los und ich war ratzfatz beim Fliesenhändler. Genauso ratzfatz habe ich bestellt, was ich wollte, nämlich - inklusive Verschnitt - 23 Quadratmeter dieser rötlichen Fliesen (30x30 cm) für Küche, Flur, Abstellraum und Gäste-WC, dazu 21 Meter Sockelfliesen im gleichen Design.
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Im Bad werden anthrazitfarbene Fliesen 30x60 cm verlegt:

Beide Sorten Fliesen werden nächste Woche auf die Baustelle geliefert. Nach dem Fliesenfritzen war der Baumarkt dran. Trotz einsetzenden Freitagnachmittagsfeierabendverkehrs kam ich einigermaßen zügig dorthin und habe auch sofort die Fliesenabteilung gefunden. Das grüne Glasmosaik war allerdings nirgends zu sehen. Also einen Verkäufer greifen und fragen. Herr Baumarkt beäugte das Foto, das ich vor Wochen von dem Mosaik (in einem anderen Markt der Kette) gemacht hatte, sagte "oh gut, da kann man die Bestellnummer erkennen - dann guck ich doch einfach mal in den Computer." Tat selbiges und teilte mir dann bedauernd mit: "Davon hab ich nur zwei Stück da". Darauf ich, strahlend: "Das trifft sich aber, ich brauche nämlich genau zwei Stück!" Allseitige Zufriedenheit, ich bekam das Mosaik mitsamt Karton und Polsterung ausgehändigt. Dann wieder auf die Autobahn, ab zum Supermarkt, Einkaufsliste abarbeiten und dann zum Zoohandel, die mindestens genauso lange Katzenfuttereinkaufsliste abhaken. Auf den Besuch beim Klamottenladen hatte ich dann plötzlich keine Lust mehr und bin direkt auf die Baustelle gefahren, wo der Innenausbauer kräftig gewerkelt hatte.

Ich war tatsächlich so zeitig zu Hause, dass ich es sogar noch geschafft habe, ein bisschen aufzuräumen, damit der Haushaltskram nicht komplett am Samstag erledigt werden musste. Und die vierpfotigen Mitbewohner waren auch zufrieden, weil sie den Dosenöffner endlich mal nicht nur im Durchflug erlebt haben.

Trockenbau ist wie Verstecken spielen

So kommt es mir jedenfalls vor - alle Kabel, Strippen, Rohre verschwinden hinter Rigipsplatten oder Deckenpaneelen, hier im Bad, wo man die Unterkonstruktion für die Decke und auch den Metallrahmen, der die Rigipsplatten für die Fallrohrverkleidung tragen wird, gut erkennen kann. Der orangefarbene Kabelkanal quer durchs Bild enthält übrigens das Satellitenkabel - unser Innenausbauer war der Meinung, das sei ein Leerrohr, das er abknipsen könne. Zum Glück hat er uns vorher noch mal gefragt.
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Im Erdgeschoss sind die "Verstecke" schon fertig eingebaut, hier müssen nur noch die Übergänge gespachtelt werden.
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Vorher - Nachher:
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a) das Fallrohr im Abstellraum


















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b) Fallrohr und WC-Verkleidung im Gästeklo:







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Diese Woche wird es auf der Baustelle etwas ruhiger zugehen - der Innenausbauer wird nur an einem Tag da sein ("hab ich noch andere Baustelle!"). Mittwoch kommt immerhin der Installateur, wird einen Probelauf der Heizung veranstalten und auch die Badewanne einbauen. Allmählich wird ein Haus aus der Baustelle.