Dienstag, 28. Juni 2011

Neues zum Energieverbrauch: 5 km Wandern entsprechen 1 Geschlechtsverkehr


Der Stammtisch hatte wieder Wandertag. Diesmal gute siebzehn km auf einem Rundweg durch den Taunus mit teils schönen Ausblicken auf die Frankfurter Skyline. Bei der Mittagspause in einer Ausflugsgaststätte etwa bei Kilometer 11 erzählte Herr T.K., von seinem Vater gehört zu haben, der Energieverbrauch eines Geschlechtsverkehrs (GV) entspräche dem von 5 km Wandern.
Da planmäßig noch etwa 6 km zu laufen waren, wurde natürlich gleich von mehreren Anwesenden vorgeschlagen, stattdessen doch lieber 1 GV vorzunehmen. Mit knapper Mehrheit wurde der Vorschlag abgelehnt, da
  1. es bei dem ausgiebigen Ausflugsbetrieb schwierig wäre, ein lauschiges, ungestörtes Plätzchen zu finden; 
  2. das letzte 6km-Stück bis zum Parkplatz ohnehin noch würde gelaufen werden müssen, somit der Energieverbrauch sich verdoppelte; und  
  3. man ja nach elf schon absolvierten Wanderkilometern bereits gefühlte 2,2 Geschlechtsverkehre hinter sich habe, wozu also nochmals der Aufwand!? 
Welchen Energieverbrauch die anderen Wanderteilnehmer am Abend noch hatten, kann ich nicht sagen. Bin nämlich auf dem Sofa eingeschlafen.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Botanik im Zoologischen Garten

Vorige Woche waren wir im Frankfurter Zoo. Wir haben sogar die beiden ca. 6 Wochen alten Tigerbabys zu Gesicht bekommen (so süß, dass man Diabetes davon kriegen könnte!), aber sie lagen so eng an Mama gekuschelt, dass auf meinen Fotos nur ein paar orange-weiß-schwarze Streifen zu sehen waren, von denen man lediglich hätte sagen können "das muss ein Tiger sein" - aber welcher?!
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Alle anderen Viecher widersetzten sich meinen ohnehin sehr dilettantischen Fotoversuchen: halbe Robbe, weil zu schnell geschwommen; halbe Giraffe, weil im Moment des Knipsens nach oben zum Futterkorb gereckt; halber Orang-Utan, weil schnell den Bambusstrauch vors Gesicht gezerrt.

Im Exotarium entdeckte ich dann diese wunderschöne blaue Blüte (Hibiskus? Clematis?), und freundlicherweise blieb sie ruhig an ihrem Platz und ließ sich fotografieren.

Der Zoo ist immer einen Besuch wert, und von den Tieren kann man ja im Souvenirshop Postkarten kaufen. Oder man nimmt Frau Ottosschnipsel mit, die selten ohne ihre Kamera unterwegs ist. Sie hat  versprochen, mir am morgigen Feiertag ihre Bilder vom  "Tiescher" (dem hessischen Tiger also) zu schicken. Spannung!

Dienstag, 21. Juni 2011

Vom Inhalt meines Küchenschranks


Puderzucker, Kakaopulver und Honig kann schließlich jeder im Schrank haben ...

Montag, 13. Juni 2011

Triathlon (Süd- und Rheinhessische Variante)

Am Pfingstwochenende war in Nierstein ein Weinfest am Roten Hang. Herr Dinktoc hatte die Anzeige in der Zeitung entdeckt, mit der für eine geologisch-vinologische Wanderung am Sonntagnachmittag geworben wurde. Wir haben eine kleine Fahrradtour daraus gemacht - von zu Hause sind es ungefähr 10 km zur Fähre über den Rhein, und dann ist man in ein paar Minuten mitten in Nierstein. Die Wanderung war sehr interessant; zwei Stunden durch die Weinberge mit vielen Erläuterungen zur Geologie und Erdgeschichte und der Wirkung der Böden auf den Geschmack des Weines. Im Preis inbegriffen war ein Gutschein für ein Glas Riesling an einem der Weinfest-Pavillons.
Ein wunderbarer Nachmittag, auch wenn wir auf der Heimfahrt ein bisschen mit schweren Beinen zu kämpfen hatten ... Eigentlich müsste man auch von einem Tetra-Athlon sprechen, denn zu dem triathletischen Turnier aus Radfahren, Wandern und Weintrinken kam abschliessend noch "auf dem Sofa einschlafen".

Freitag, 10. Juni 2011

Neulich beim Optiker

Herr Dinktoc braucht eine neue Brille. Ich begleitete ihn zum Optiker seines Vertrauens und hörte dem Gespräch mit der Optikfachverkäuferin zu.

Herr Dinktoc: "... ach ja, noch etwas, ich möchte keine Kunststoffgläser." An dieser Stelle meldete sich der in Frau Dinktocs Kopf eingebaute Sprachpurist mit einem schmerzlichen Zucken.

Verkäuferin: "Oh. Aber die sind doch praktisch! Kunststoffgläser" -  *zuck* - "sind doch so schön leicht! Wollen Sie die wirklich nicht?! Na gut, dann eben Glasgläser."

Der Sprachpurist sank ohnmächtig nieder und kann daher über das weitere Gespräch keine Auskunft geben.

Samstag, 4. Juni 2011

Aus dem Lexikon eines Katers

Feiertag, der. Tag, an dem die Dosenöffner nicht zur gewohnten Zeit aufstehen und daher verspäteter Frühstücksservice zu befürchten ist. Rechtzeitige Gegenmaßnahmen sind zu empfehlen.

Praktisches Beispiel: Katz schleiche um 5.10 Uhr ins Bad, springe aufs Schränkchen und schubse das dort stehende offene Päckchen Tampons auf den Boden. Sodann jage man mit grossem Halali die Tampons durch die ganze Etage und erlege sie vor Dosenöffners Bett. Besagter Dosenöffner wird aufstehen und die Tampons einsammeln. Diese Tätigkeit aktiviert seinen Kreislauf so weit, dass er in der Lage ist, Katz das Frühstück hinzustellen und die Terrassentür zu öffnen. Man lasse anschliessend den Dosenöffner schlafen, solange er will; und schnurre ihm nach dem nun freiwilligen Aufstehen eine Weile um die Beine, um den Anschein zu erwecken, man habe es nicht so gemeint.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Ausblick aufs lange Wochenende

Noch ungefähr vier Stunden, und dann ist Wochenende. Schönes, langes, viertägiges Wochenende. Ich kann es brauchen - die letzten Wochen war es im Büro ziemlich stressig; der übliche Aufgalopp vor den Sommerferien, wenn der gesamten Kundschaft einfällt, man könne ja noch eine und noch eine Ausschreibung veröffentlichen, damit das "vor den Ferien" noch erledigt ist. Und ich rotiere dann hier bei dem Versuch, fünf Angebote gleichzeitig zu bearbeiten. Gestern habe ich zwei auf den Weg gebracht, heute schlage ich eine Schneise in das Bergwerk auf meinem Schreibtisch und bereite die nächsten Angebote vor.
Aber ab morgen gibt es gepflegt dosierten Freizeitstress. Morgen machen wir mit Freunden die bereits traditionelle Radtour zum Hofgut Langenau, Freitag gibt es Erdbeerkuchen und Besuch von der Schwiegermutter, Samstag geht es nach Mainz zur Minipressenmesse (sehr empfehlenswert für alle Bücherwürmer!) und abends zu Frau Nette-Bekannte, die uns mit selbstgemachten Nudeln verwöhnen wird. Sonntag rücke ich den Nudel- und Nudelsoßenkalorien in der Muckibude zu Leibe und wünsche mir schlechtes Wetter, damit ich mir Sonntagnachmittag endlich mal die in den letzten 14 Tagen aufgenommenen Sendungen ansehen kann.
Zwischendrin und nachts befasse ich mich mit dem neuen Spielzeug, das nun endlich angekommen ist. Eigentlich hätte es zum Geburtstag da sein sollen, aber ich musste 44 Jahre und 4 Tage alt werden, bevor ich das Ding in Händen halten konnte. Das I-Pad nämlich. Dazu später mehr - sobald das allerwichtigste auf der neuen Maschine installiert ist: die Cat-App!

Freitag, 27. Mai 2011

Schnapszahl

Ich werde heute 44. Eine merkwürdige Zahl, finde ich. Sie hängt irgendwo zwischen Anfang und Mitte vierzig rum  und schreit als Schnapszahl so aufdringlich "feiere mich!" - vermutlich der Grund, warum ich überhaupt keine Lust auf Party habe. Heute abend werde ich wie an jedem normalen Freitag zum Volleyball gehen - okay, ich nehme eine Ladung Käsemuffins für die Mitspieler mit, aber sonst findet nix statt. Morgen gehe ich mit Herrn Dinktoc ins Kino, Captain Jack Sparrow flucht sich zum vierten Mal durch die Karibik auf der Suche nach dem Jungbrunnen und der ewigen Jugend (wie passend angesichts des Anlasses).
Übrigens, brächte jemand Captain Sparrow als Geschenk vorbei, würde ich  mir das mit dem Feiern nochmal überlegen.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Literaturkränzchen zum Fünften

Endlich, nach zwei Monaten Pause aufgrund von Terminschwierigkeiten im April, fand gestern abend das 5. Literaturkränzchen statt. Leider konnte Frau K. diesmal nicht teilnehmen, die Ärmste ist an Kehlkopf und Stimmbändern erkrankt und hat vom Arzt striktes Sprechverbot auferlegt bekommen. Für einen so kommunikativen Menschen wie Frau K. sicherlich fast die Höchststrafe! Was uns andere, böse Weiber, die wir sind, natürlich nicht davon abgehalten hat, sie trotzdem einzuladen mit dem Hinweis, sie könne ja ihre Anmerkungen jeweils tanzen ...

Die verbliebenen drei Damen sprachen bei köstlicher Pasta erst über Bücher - wer hätte es gedacht? - und dann in lauer Abendluft auf dem Balkon eine Weile über die Gesundheit, eine hat Knie, die andere Auge, und alle haben ab und zu Migräne; bevor das Thema Bücher wieder aufkam.

Dabei wurde ein bedauerlicher Mangel offenbar: obwohl Frau O. tonnenweise Krimis gelesen hat, hat sie der Muter aller Kriminalromane, Agatha Christie nämlich, noch nie Aufmerksamkeit gewidmet und kein einziges Buch von ihr gelesen. Dem werden wir demnächst abhelfen. Ich hatte nämlich versehentlich die englische Ausgabe von "Mord im Pfarrhaus" - Murder at the Vicarage - doppelt gekauft und werde ein Exemplar nun der Frau O. verehren, auf dass sie ihre Kenntnisse des Englischen und der Kriminalliteratur gleichermaßen erweitern möge.  

Frau S. erzählte, dass sie inzwischen die in den letzten Treffen selbst erhaltenen Literaturtips an ihren Mann weitergibt, der letztens etwas ratlos vor dem Bücherregal stand und schließlich zu ihr sagte: "Du weißt doch, wofür ich mich so interessiere. Was will ich denn jetzt mal lesen?"  Frau S. befragte ihre Kristallkugel und sicherheitshalber auch ihr Gedächtnis und empfahl Volker Kutscher, dessen Krimis im Berlin der 30er Jahre spielen.

Die interessanteste Erkenntnis des Abends: jede der drei Anwesenden erwähnte eine/n von ihr favorisierte/n Autor/in, von dessen bzw. deren Büchern die anderen beiden noch nie gehört hatten, aber bei näherer Beschreibung der Schauplätze und Inhalte hellhörig wurden. Man beschloss eine Rundmail mit Titeln und Autorennamen - wir sind alle über vierzig und können uns das alles nicht mehr einfach so merken! Warum eigentlich ist "Bücherleserin" kein anerkannter (und anständig bezahlter) Beruf?!

Das Dschungelbuch (2)

Der Gartenbauer hat fertig. Links von der Garage war der Dschungel fast noch schlimmer als auf der anderen Seite, aber auch hier sieht es jetzt geradezu entsetzlich ordentlich aus.

Der Gartenbauer hatte eigentlich 3 Tage für die Arbeiten angesetzt, ist jetzt aber doch schon nach zwei Tagen fertiggeworden. Auf den Bildern sieht man natürlich nicht, dass der Rasen bereits gesät ist. Bei der herrschenden Trockenheit - seit Februar hat es kaum geregnet - wollten wir auch gleich pflichtgemäß ordentlich wässern und mussten dann feststellen, dass wir zwar einen ausreichend langen Gartenschlauch von den Vorbesitzern "geerbt" haben, dass aber sowohl ein Anschlussstück an den Außenwasserhahn als auch eine Spritzdüse und ein Rasensprenger fehlten. Also eilte Herr Dinktoc in den Baumarkt unseres Vertrauens, stürzte sich in die Gartenabteilung und verbrachte den Rest des Abends mit Wasserspielen (Frau Dinktoc hingegen fuhr zum Literaturkränzchen, aber das ist, wie Kipling sagen würde, eine andere Geschichte. Später mehr.).
Als nächstes ist das Treppenhaus dran. Inzwischen haben wir uns über die Gestaltung der Wände und den Belag der Kellertreppe geeinigt. Zum Thema "Belag der Treppe in den 1. Stock und Treppengeländer" sind weitere Verhandlungsrunden erforderlich. Samstag geht es zum Fliesenhändler, Sonntag kommt der Innenausbauer zwecks Besprechung, was-wann-wo zu bestellen, vorbereiten, organisieren ist und wann genau der Innenausbauer Zeit für uns hat. Es wird wohl Juli werden, aber Hauptsache, es geht voran.