Montag, 7. Dezember 2009

Rohbaufertigstellungsparty

Also! Das Richtfest fiel aus "wegen ist nicht" - will heißen, der Dachstuhl war so überraschend schnell aufgeschlagen, dass wir gar keine Chance hatten, auch nur rechtzeitig einen Kasten Bier kaufen zu gehen ...! Und so haben wir uns entschlossen, statt dessen zur Rohbaufertigstellung (naja, fast!) einen kleinen Umtrunk zu veranstalten. Eingeladen: Architekt, Handwerker und die höchst geduldigen Nachbarn, die klaglos seit 3 Monaten Lärm, Staub und Halteverbot ertragen haben. Letzten Freitag war es soweit:

Außer Kuchen gab es auch noch belegte Brötchen, aber DAS Bild ist verwackelt (öhm!).

Bei Temperaturen von ca. 5 Grad wollte kein Mensch den bereitgestellten Sekt trinken (im Gegenteil, wir haben jetzt 2 Flaschen mehr als vorher, weil einige Nachbarn auch noch etwas mitgebracht hatten!). Dafür war der alkoholfreie Punsch mit frischen Orangen sehr begehrt und nach 2 Stunden alle. Rezept auf Nachfrage!
Fazit: es hat sich gelohnt - vergleichsweise wenig Aufwand, viele nette Gespräche und das angenehme Gefühl, mit der Umtrunk-Idee gut angekommen zu sein. Der erste Eindruck, in der Straße herrsche eine gute Nachbarschaft, verfestigt sich immer mehr. Ich freue mich jetzt schon darauf, dort zu wohnen (wenn auch nicht auf den Umzug, ächz - dazu habe ich schon zu viele hinter mir!).

Regenrinnenunterkonstruktion


Hätten Sie's gewusst? Auch Regenrinnen brauchen eine Unterkonstruktion. Auf der einen Dachseite ist diese jetzt angebracht:

Darauf wird dann die Regenrinne befestigt. Ein ausgeklügeltes System von sich überlappenden Folien und Blechen sorgt dafür, dass jeder Tropfen Wasser in der Regenrinne und nicht irgendwo unter den Dachziegeln oder in der Wand landet.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Reisebericht, Teil 3

... aus der Rubrik "denkwürdige Anblicke".
o
Szentendre, ein kleiner Ort etwas außerhalb Budapests, ist ein beliebtes Touristenausflugsziel. Deshalb bekommt man hier jeden nur denkbaren "echt ungarischen" Kitsch (made in China) zu kaufen - aber es gibt auch schöne und ruhige Ecken, an denen man die alten Häuser bewundern kann:



Am Ortseingang von Szentendre wird man von dieser merkwürdigen Skulptur begrüßt (der Sinn blieb uns leider verborgen; hier darf jeder wild herumspekulieren!):



Und dann war da noch die heimelige Bahnstation mit diesen kommunikationsfördernden Sitzgelegenheiten (schauder):
o
In der Budapester Fußgängerzone macht ein Weinhändler Werbung. Mit einer Kuh, die mit Weinlaub und Trauben bemalt ist (?!). Ein Melkversuch zeitigte leider kein Ergebnis. Weder Milch noch Wein flossen.
o
Und zum krönenden Abschluss - ein Bild vom Markt, dessen knappe Aussage (für den deutschen Touristen - auf ungarisch bedeutet es "frisch") das Motto für unser Wochenende hätte liefern können:

Reisebericht, Teil 2

Dieser Teil des Reiseberichts besteht aus einigen fotografischen Impressionen. Morgens um kurz nach neun am Donauufer in Budapest - Blick auf den Gellertberg:
o


Und nochmal die Donau, diesmal bei Szentendre, etwa 30 km nördlich von Budapest, am Spätnachmittag kurz vor Sonnenuntergang:



Sagte ich schon, dass Stadt und Umland wunderschön sind? Seufz. Urlaube sind immer so kurz.

Gewohnheitssache

Morgens um 6. Der Wecker klingelt.

Ich: "Schaa-hatz! Aufstehen!"
Herr Dinktoc: "Schon wieder?! Ich bin doch gestern erst aufgestanden!!"

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Reisebericht, Teil 1

Budapest war - wieder - wunderschön. Die Stadt sowieso. Die Gesellschaft auch. Und das Essen! (Herr Dinktoc unterstellt mir ja schon, dieses Blog schleichend vom Bauen+Miauen ins Lecker+Schmecker zu transferieren!)

Gleich am Samstag wurde in der Runde der anwesenden 8 Personen beschlossen: wer das böse Wort sagt (psst: "Diät"), muss 500 Forint - keine Sorge, sind nur knapp 2 Euro - zahlen. Wer sich gerade einer solchen unterzieht, ist in Budapest ohnehin fehl am Platze. Kleine Auswahl gefällig?

Paprikawurst / Blutwurst / Bratwurst vom Grill - Schmalzbohnen - Kalbsschnitzel mit Dill-Sahne-Sauce - Quarkknödel - Hirschgulasch in Paprikarahm mit hausgemachten Spätzle. Und dazu natürlich einheimisches Bier und hinterher einen Barack Palinka (= Aprikosenschnaps). Nicht zu vergessen den zimtwürzigen Glühwein vom Weihnachtsmarkt und die knusprig-süßen Teigstreifen, über Holzkohle gebacken und mit Zimtzucker bestreut:


Ich hör jetzt auf, sonst kriege ich schon wieder Appetit.

Klare Kante


Auch freilaufende Dachdecker machen ordentliche Arbeit! Den Südgiebel ziert seit dem Wochenende eine saubere Metallkante:


Leider ist die weitere Arbeit am Dach nicht so schnell vorangekommen, wie wir gehofft hatten - zu schlechtes Wetter. Immerhin sind am Flachdach ein paar Kleinigkeiten erledigt worden. Die weitere gute Nachricht ist, dass der Bauunternehmer sein Gerüst nicht sofort braucht und es bis nächste Woche kostenfrei bei uns stehenbleiben kann. Das verschafft dem regengeplagten Dachdecker etwas Luft.

Mittwoch, 25. November 2009

Jó reggelt, Budapest! *


* das ist ungarisch und heißt "Guten Morgen, Budapest". Herr Dinktoc und ich sind dann mal ein paar Tage weg. Der Dachdecker kommt ohne uns klar, die Katzen sind versorgt (wiewohl unleidlich wegen der Abwesenheit des gewohnten Personals - das mögen sie nicht!) und wir freuen uns auf den Budapester Adventsmarkt zusammen mit lieben Freunden. Ungarischer Wein trinkt sich übrigens hervorragend als Glühwein. Hicks. Bis nächste Woche!

Dienstag, 24. November 2009

Boeuf Bourguignon

Vor ein paar Tagen war ich mit zwei Freundinnen im Kino - "Julie & Julia". In dem Film wird soviel gekocht, dass man mit großer Wahrscheinlichkeit hungrig aus dem Kino kommt. Insbesondere ein Rezept, das im Film förmlich zelebriert wird, hat es mir angetan: Boeuf Bourguignon. Heute habe ich Frau Gugel befragt, und das Internetz hat tatsächlich das Originalrezept von Julia Child ausgespuckt. Wenn ich irgendwann mal wieder ein ganzes Wochenende Zeit übrig habe (das Rezept ist ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht kompliziert!), wird geschlemmt. Mit Herrn Dinktoc und den Kinogängerinnen natürlich, so ein Schmorgericht schmeckt doch erst richtig, wenn man für mindestens 5-6 Personen kocht.
Jetzt muss ich nur noch eine Umrechnungstabelle für diese amerikanischen Gewichts- und Mengenangaben finden. Und ein Spezialwörterbuch für Küchengerät ("slotted spoon" ?? "skillet" ??? - und ich dachte, mein Englisch sei gar nicht so schlecht!) Frau Gugel, hilf!

Montag, 23. November 2009

Bad(e)freuden

Vor gut einem Jahr, als wir noch naive Neu-Hausbesitzer waren und dachten, in maximal 6 Monaten den Umbau abschließen und ins Haus einziehen zu können, damals also haben wir - in Verkennung der echten Prioritäten - eine Badplanung gemacht.

Zwar bei einem Fachmann, aber in freundschaftlichem Rahmen, weil nämlich der Badmeister (nicht Bade- !) der Lebensgefährte einer lieben + geschätzten Ex-Kollegin ist. Der Gute hat sich also alle erdenkliche Mühe gegeben, mit der Badplanungssoftware am Computer das beste aller möglichen Bäder zu planen und als 3D-Animation vorzuführen. Wir waren begeistert.

Und jetzt ist der als Badezimmer vorgesehene Raum fertig gemauert, aber die Fenster und die Tür sitzen etwas anders als in der damaligen Planung und machen diese damit zur Makulatur. Alles auf Anfang!

Gestern also luden wir Badmeister und Ex-Kollegin zum Mittagessen ein, verbunden mit einem Spaziergang zur Baustelle, Besichtigung und Ausmessen des Feuchtgebietes sowie anschließender Debatte über Möglichkeiten der Anordnung von Dusche, Wanne, Waschbecken und WC unter praktischen, ästhetischen und kostentechnischen Gesichtspunkten. Mit der ursprünglichen Planung hat der jetzige Entwurf überhaupt keine Ähnlichkeit mehr.

Demnächst werden wir also dem Badmeister einen Gegenbesuch abstatten, denn er darf nun unsere gestrigen Bleistiftschmierereien an seinen Computer verfüttern, damit eine 3D-Ansicht der neuen Planung herauskommt, die - so hoffen wir - nicht noch mal geändert werden muss!

Und im Herbst 2010 kann ich dann hoffentlich ausgiebig dieses tun: