Donnerstag, 13. August 2015

Die Bibel nach Twitter


Und dann war da noch die spontane Neufassung der Schöpfungsgeschichte, die der Herr Pathologe gestern auf Twitter ins Rollen brachte und die im Gegensatz zu den apokryphen Evangelien meiner Meinung nach nicht in Vergessenheit geraten sollte ...
 Doktor Peh @doktorpeh

In 2000 Jahren wird es ein Buch geben, das beginnt mit: "Im Anfang war der Tweet."

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@doktorpeh Und die Erde war wüst und leer, weil alle zu Hause auf dem Sofa in ihre Smartphones starrten.

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@FrauDinktoc Da hatte der Herr ein Einsehen und schuf die erste Steckdose nebst Ladekabel.

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@doktorpeh Und die Menschen versammelten sich und beteten das goldene Ladekalb an und brachten ihm Opfer dar.

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@FrauDinktoc Da sprach der Herr: Abraham, opfere mir deinen Erstgeborenen für zwei Stunden mehr Akkulaufzeit. Und Abraham holte seinen Sohn.

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@doktorpeh Und Abraham sprach zu Isaak: "Mein Sohn, Gott verlangt dich als Opfer, aber vorher machen wir noch ein Selfie zur Erinnerung."

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@FrauDinktoc Da sprach Gott: "Aber lasst mich aus dem Bild! Denn siehe, es soll sich keiner ein Bild von mir machen können!"

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@doktorpeh Da erschien der Engel des Herrn & hielt Abraham vom Opfer ab, da das Blut Isaaks die einzige Steckdose unbrauchbar hätte machen können.

 Doktor Peh @doktorpeh

@FrauDinktoc Und Abraham neigte sein Haupt in Demut vor dem Herrn. Oder auch nur, weil das Display in der Morgensonne so spiegelte.

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@doktorpeh Abraham frug "oh Herr, warum schufest du die Sonne? Sie blendet und zwingt uns, Jalousien zu bauen, was uns vom Twittern abhält."

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@FrauDinktoc Und der Herr schuf die Nacht. So schwarz und dunkel, dass er als Licht die Sterne, den Mond und die 22-Uhr-Non-mention erfand.

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@doktorpeh Und Gott schuf allerlei gefiedertes Getier, darunter auch ein blaues zwitscherndes Vögelein, und er sah, dass es gut war.

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@FrauDinktoc Und dann schuf er den Garten Eden mit all seinen Früchten und Gemüsen. Und Instagram, auf dass das Angebot Verbreitung fände.

 Nofretüte @FrauDinktoc  

@doktorpeh Unter den Früchten war auch ein Apfel & Gott sprach zu Adam: beiß ein Stück ab von dieser Frucht & die Menschen werden ihr huldigen.

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@FrauDinktoc Und es geschah so. Der Apfel aber steckte Adam im Hals, und er spuckte ihn mit einem lauten "ORRRR" aus. So will es das Gesetz!

 Nofretüte @FrauDinktoc  

@doktorpeh Und Gott schuf den Hals-Nasen-Orren-Arzt für alle Twitterer, und für die, denen nicht mehr zu helfen war, schuf er den Pathologen.

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@FrauDinktoc Für all die anderen erschuf er ein sogenanntes "reales Leben" und Bielefeld.

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@doktorpeh Und Gott sah, dass alles gut war, und so ruhte er am achten Tag und aß ein Mettbrötchen.

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@FrauDinktoc Und am neunten Tag löffelte er sich durch Nutella. Durch die Twitter-Prokrastination war er mit der Welt nicht fertig geworden.

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@doktorpeh Und Gott sprach "Morgen ist auch noch ein Tag." Und so blieb die Welt unfertig und ungerecht und wird nicht untergehen.

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@FrauDinktoc Und damit das auch so bleibt, entschied der Herr, dass der morgige Tag "Montag" genannt sei. Und alle so: Mimimimimimimiiiiiii!

Mittwoch, 12. August 2015

Eine Begegnung der dritten Art ich hatte

Will man von meinem Büro zur Teeküche, muss man an den Toiletten vorbei. Leider stand die Tür vom Herrenklo ständig offen, mit freiem Blick auf die Keramik-Installationen, weil die Herren Büronachbarn es beim Verlassen der Örtlichkeit immer so eilig haben, dass sie die Tür nicht richtig ins Schloß ziehen. Da ich es nicht so fürchterlich angenehm fand, mehrmals am Tag diesen Anblick genießen zu dürfen, druckte ich folgenden Zettel aus und klebte ihn an die Klotür:
x
g"Junge Padawane, die Klotür stets geschlossen halten ihr sollt.
Danke, Eure Yoda"
x
Das in der Hoffnung, auf einigermaßen freundliche und witzige Art die Botschaft vermittelt zu haben. Ich bilde mir ein, dass seither die Tür öfter zu ist als früher.
ü
Heute spricht mich ein Kollege an, frisch von einer längeren Dienstreise importiert und mit dem Zettel noch unvertraut: ü

"Weißt du, was das für ein Zettel an der Klotür ist ? Komisches Deutsch, und wer ist denn Yoda, wer Padawan und wer hat den Zettel überhaupt da hingehängt?"
t
Ich: "Äh. Ich."
t
Kollege: "???"
e
Woraufhin ich den Erklärbär gab und ihm eine Schnellbleiche in Sachen Luke Skywalker, Laserschwertern, Yedi-Rittern, Yoda und jungen Padawanen verabreichte und ihm später einen Link zur Star Wars Wiki mit einem Bild von Yoda schickte (Sein Kommentar dazu: "Ist der niedlich!").
b
Kollege: "Hab ich noch nie gehört. Ich dachte schon, der Zettel wär von unserer ausländischen Reinigungstruppe und Yoda eine der Putzfrauen." r
f
Immerhin, er wird jetzt wohl dran denken, die Klotür ordentlich zuzumachen.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Kirschen

Gestern hatte ich bei unserem IT-Menschen, der im Nebenberuf Obst- und Weinbauer ist, eine Steige (= ca. 5 kg) Sauerkirschen bestellt. So präzise er in seinem Beruf ist, so vage ist er in der Mengenermittlung betreffend das Obst, das er seinen Kollegen verkauft.


Folglich schleppte er heute morgen nicht nur eine, sondern zwei Steigen in mein Büro. Meinen Blick deutete er ganz richtig und meinte nur: "Ich hab meinem Sohn gesagt, er soll eine Kiste voll pflücken, aber er hat irgendwie zwei gepflückt."

Ich: "Äh."

Er: "Nimm einfach. Die Tage hatten wir einen Hagelschauer, da wirst du sowieso noch aussortieren müssen."

Ich: "Aber die sehen alle perfekt aus, da ist doch gar nix dran!"

Er: "Hab ich ja auch schon vorsortiert. Trotzdem. Die Kirschen müssen weg. Nimm sie!!"

Ich: "Was mach ich mit so viel Kirschen?"

Er: "Rumtopf!"


Für diese gut 10 Kilo Kirschen wollte er dann sehr wenig Geld. Und ich überleg mir jetzt, wie ich mit den ganzen Kirschen fertig werde. Marmelade, Kompott sowieso, dafür waren die fünf bestellten Kilo verplant.  Den eigentlich für Sonntag vorgesehenen Aprikosenkuchen (denn gestern brachte besagter Kollege mir 2 Kilo Aprikosen) werde ich zu einem Kirsch-Aprikosen-Kuchen umfunktionieren. Morgen wird es eine Kirschsoße zu den Marillenknödeln geben.  Sonntag gibt's kirschlastige Rote Grütze als Nachtisch.

Weitere Tips, anyone?

Samstag, 18. Juli 2015

Rücksturz in die 70er

Allmählich scheint dieses Blog ein Hort der Tradition zu werden. Nachdem ich kürzlich auf Rollschuhen direkt zurück in die 80er fuhr, legen wir nun noch einen Zacken zu und begeben uns noch ein Jahrzehnt weiter zurück.
Neulich erhielt ich eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier-Grillparty für den heutigen Abend, in der von traditionellem Essen die Rede war und außerdem um eine Spende fürs Büffet gebeten wurde. Um beides zu verbinden, schlug ich die Anfertigung eines traditionellen Nudelsalates nach dem Dinktoc'schen Familienrezept vor. Meine Mutter hat das irgendwann in den frühen Siebzigern erfunden und durfte es niemals ändern. Auch ich bereite den Salat genauso zu, wie es seit Anbeginn der Zeiten gemacht wurde - inklusive Dosenpilze, die ich sonst eigentlich so gut wie nie mehr verwende.
Obwohl ich also beim Kochen heute furchtbar altmodisch war, bin ich sonst doch viel im Neuland aka Internet unterwegs; ergo berichtete ich auf Twitter in Wort und Bild von der Nudelsalatzubereitung. Was dazu führte, dass ich nun das Rezept veröffentlichen muss - ich hab's der Frau Creezy versprochen.
 
 









Warnhinweise:
  1. Da es sich um Mutters selbstgeklöppeltes Rezept handelt, sind die Mengenangaben teilweise etwas nebulös. Wie Mütter halt so sind, wenn sie "uss der Lamängg"* arbeiten.
  2. Es werden Gabelspaghetti verwendet. Die gibt es zwar überall zu kaufen, aber außer in meinem eigenen Nudelsalat hab ich sie noch nirgendwo anders zubereitet gesehen. Seid versichert: es geht.
  3. An alle Vegetarier: ihr müsst jetzt ganz stark sein. In dem Nudelsalat ist Fleischwurst drin, der geht nicht ohne. Natürlich kann man ihn ohne Fleischwurst machen, aber dann ist es nicht mehr Mutters Nudelsalat. (Von  meiner Mutter könnte durchaus der Satz stammen "Ach, du isst kein Fleisch? Dann nimm vom Nudelsalat, da ist nur Wurst drin.")
  4. Zum benötigten Werkzeug gehört ein Eierschneider. Nur der schneidet hartgekochte Eier in Stücke der genau richtigen Dicke. Außerdem erinnert er mich schwer an meine Kindheit, als ich auf den Schneidedrähten immer versuchte, Gitarre zu spielen. (Wir hatten ja nichts. Jedenfalls keine Gitarre.)
 
Man nehme:
 
250g Gabelspaghetti
1 Dose (ca. 230 ml Abtropfgewicht) Champignons, 1. Wahl (ich nehme immer ganze Köpfe und scheible sie selbst, weil ich die festere Konsistenz mag - im Vergleich zu bereits geschnittenen Pilzen. Die kann man aber natürlich auch verwenden)
1 mittelgroße Zwiebel
ca. 150g Fleischwurst
6-7 saure Gurken (etwa fingerdick und -lang; Menge entsprechend variieren)
3 Eier
ca. 150-200ml Öl (neutrales, z.B. Sonnenblumen)
2 EL Essig (ganz traditionell: Wein-Branntweinessig)
Salz, Pfeffer, ggf. Gurkenbrühe

Nudeln in Salzwasser weich kochen, abgießen. 2 Eier hart kochen. Die Zwiebel, Fleischwurst, Gurken fein würfeln, die Pilze in Scheiben schneiden. Die Eier mit der Gitarre dem Eierschneider einmal längs und einmal quer durchschneiden, so dass man mehr oder weniger rechteckige Stücke hat.  Alles in eine große Schüssel tun.
Das verbliebene Ei aufschlagen, mit dem Mixer verrühren. Erst tropfenweise, dann in dünnem Strahl Öl zugießen und stetig weitermixen, bis eine sämige Mayonnaise entsteht. Essig, Salz und Pfeffer einrühren. Mayonnaise über die Salatzutaten gießen und gut durchmischen. Ein paar Stunden ziehen lassen, probieren und dann ggf. nochmal nachwürzen. Scheint der Salat zu trocken, kann man ein wenig Brühe aus dem Saure-Gurken-Glas angießen.

Viel Spaß bei der Zeitreise! Und ich muss dann jetzt gleich los zur Grillparty. Mal gucken, wie der olle Nudelsalat dort ankommt.

 
*Rheinisch für "Pi mal Daumen"

Donnerstag, 4. Juni 2015

Rücksturz in die 80er


Vor ein paar Monaten beschloss ich in einem Anfall von Wahnsinn, es wäre eine gute Idee, wieder mit dem Rollschuhlaufen anzufangen. Je oller, je doller! Vor dreißig Jahren hatte ich das mal sehr gern gemacht.
Gesagt, gegoogelt und im Internet fündig geworden. Ich wollte nämlich keine Inliner - auf diesen Geräten sind die Füße immer leicht nach innen geneigt, jedenfalls bei mir, und das geht mir heftig auf die Knöchel. Es mussten also die guten alten Rollerskates sein, die heutzutage "Quads" heißen. Trotz des neumodischen Namens ist das Design sehr 80er Jahre, aber so was von: das schlußendlich bestellte Paar Rollschuhe ist leuchtend rosa-lila-Türkis, zählte aber noch zu den dezenteren Stücken des Angebots.


Die Rollschuhe wurden geliefert, ich zog sie frohgemut an und startete ein bisschen Testgerolle im Hof. Dabei kam ich mir vor wie ein flugunfähiger adipöser Vogel mit Gleichgewichtsstörungen. Ich fühlte mich entsetzlich unsicher, schimpfte mich selber aus ob dieser Schnapsidee und stellte die Rollschuhe erst mal wieder in die Ecke.
Ab und an dachte ich "du musst das noch mal probieren", aber irgendwie war nie die richtige Zeit dafür. Kürzlich, Pfingstsamstag, beschloss ich spontan, dass JETZT die Zeit sei. Und was soll ich sagen: ich fühlte mich sofort viel besser und sicherer auf den Rollschuhen, rollte ganz ordentlich hin und her und wollte mehr. Herr Dinktoc war bereit, mich mit dem Rad zu begleiten und ggf. erste Hilfe zu leisten. Wir fuhren zum großen Schulparkplatz etwa 300m entfernt, da ist glatter Asphalt und reichlich Platz, um hinzufallen. Was ich anfangs auch regelmäßig tat, allerdings immer auf den Hintern, so dass die eigens miterworbenen Protektoren für Knie, Ellbogen und Handflächen geschont wurden.
Seither bin ich mindestens jeden zweiten Tag eine Runde gefahren. Allmählich stellt sich die richtige Körperhaltung wieder ein (anfänglich hatte ich Schmerzen in der Rückenmuskulatur durch offenbar verkrampfte Oberkörperhaltung) und streckenweise, na gut, kurzstreckenweise, kommt auch das schöne Gefühl des mühlelosen Gleitens wieder, das ich damals schon so mochte. Fazit: Rollschuhlaufen macht mir wieder einen Höllenspaß!


Montag, 20. April 2015

Anbau-Umbau

Seit knapp 5 Jahren wohnen wir nun im Haus. Genug Zeit, um die weniger erfreulichen Seiten einer Hausbauphase zu verdrängen und somit erneut bereit zu sein, sich dem Wahnsinn einer größeren Baumaßnahme hingeben zu wollen. 
o

Es geht um: den Anbau. Ursprünglich wohl als Ziegenstall errichtet, wurde das Gebäude irgendwann vom Besitzer zu einem Gästezimmer umgebaut; allerdings ohne direkten Zugang vom "Haupthaus". Man muss erst durch den Hof.




Die Grundfläche beträgt ca. 22-23 m², wirkt aber derzeit kleiner, weil noch eine Trennwand und außerdem ein WC eingebaut worden waren. Der Raum ist sehr niedrig, ich kann mit meinen 175 cm gerade so aufrecht stehen, ohne die Decke zu fegen. Das "Obergeschoß" hat keine Fenster, nur Loch in Wand, und das Dach ist in keiner Weise isoliert.

Der Plan: wir machen ein Loch in die Wand zwischen Haus und Anbau zwecks direktem Zugang. Dazu muss aber die Decke im Anbau raus, weil der Fußboden im Haus sich ca. 80 cm höher befindet als der im Anbau, die Decke also genau im Weg wäre. Eine neue Decke ist nicht vorgesehen, der Raum soll bis zum First offen sein. Das Dach, Fenster und Tür müssen erneuert und das ganze Ding isoliert werden.

Die erste Frage war nun: kann man die Decke rausnehmen, ohne die Stabilität zu gefährden? Daher baten wir einen Statiker zum Besuch (genau den gleichen, der auch den Hausbau begleitete, man merkt sich ja die guten Leute, mit denen man mal zu tun hatte). Er kam, kroch in die Ecken, beklopfte die Dachbalken und schlug dann genau die Maßnahmen vor, die ich mir vorgestellt hatte. Es klappt also mit der Erhöhung des Ringankers und dem offenen Raum.

Am besten wäre es, so der Fachmann, das Dach abzubrechen, die obersten Mauerreihen neu aufzumauern, den Ringanker zu setzen und das neue Dach fertigzustellen. Danach erst sollte man die niedrige Decke rauskloppen. Erstens ist das stabiler, weil das Dach schon die Mauern zusammenhält, und zweitens arbeitet man immer im Trockenen.

Dann verlangte der Statiker nach einem Hammer, weil er feststellen wollte, woraus die Zwischendecke besteht. Er schlug brutalstmöglich die hölzerne Deckenverkleidung ab und fand: Beton. Offenbar seinerzeit im Eigenbauverfahren gefertigt und an dieser Stelle buchstäblich schiefgelaufen. Der findige Vorbesitzer baute einfach eine quadratmetergroße Holzverschalung drumherum.

Womit der Statiker nicht gerechnet hatte: dass ihm gleich einige Trümmerbrocken entgegenfallen würden. Leider landeten sie auch auf dem darunter stehenden Bücherregal.


Ausgerechnet das Regal mit all meinen heißgeliebten Tolkien-Büchern. Mit dem ganzen Staub und Dreck fühlte ich mich fast, als sei ich in der Archivkammer von Mazarbul gelandet. Wenn dann die Decke tatsächlich rausgebrochen werden soll, wäre so ein Höhlentroll wie im Film ja ganz hilfreich!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Pokal. Pokal. Wir vergeben den Pokal.





Wohlan denn, der Pott muss überreicht werden. Man hat es ja wirklich nicht leicht mit Ihnen - so ziemlich alle Kommentare brachten mich ordentlich zum Kichern. Danke fürs Mitmachen!

Für seinen Beitrag hätte der Herr Pathologe durchaus eine Prämie verdient. Wie ging das alte Sprichwort: eigener Herd ist Goldes wert!

Frau La Mammas Stoßseufzer machte schlagartig die Zeit lebendig, als ich selbst auf Wohnungs- bzw. Haussuche war - das Foto ist aus eben jener Epoche: die alte Küche von ca. 1975, die im 2008 gekauften Haus noch vorhanden war und recht bald der Entsorgung anheimfiel.

Auf dem Foto sieht man nicht richtig, wie verranzt die olle Küche wirklich war - eine Einrichtung aus der Hölle sozusagen. Das Fegefeuer des Herrn Bee passte also in mehr als einer Hinsicht wie die Faust aufs Auge.

Herrn Gulos Kreativschub mit zahlreichen Kommentaren hat eine lobende Erwähnung verdient; insbesondere der Beziehungsberater zwischen den Küchenzeilen verursachte Bilder im Kopf, das mag ich.

Die Herren Hubbie und Nömix sowie Herr/Frau (?) Iggy scheinen Zweifel an meiner Haushaltsführung zu hegen. Nicht immer ganz zu Unrecht.

Dem Herrn Wortmischer kann ich einen Tadel nicht ersparen: als ob ich meinen Besen verfeuern würde! Womit sollte ich sonst fliegen?!

Nach einer völlig objektiven Selbst-Evaluierung der Kicherintensität stand dann aber doch ein Gewinner fest: der güldene Pokal erglänzt nach einer Härtung im Fegefeuer noch einmal so schön! Herzlichen Glückwunsch an Bee, wir sehen uns am Freitag bei Ihnen.  



Freitag, 12. Dezember 2014

Freitagstexter (2)



Da wäscht man seine Hände maschinell in Blut und bekommt dafür noch einen Pokal überreicht! Gerührt und überrascht bedanke ich mich beim Herrn Pathologen für die große Ehre  und danke meinen Eltern, meinem Agenten, Hippokrates und der Blogosphäre. Für alles. *schnief* Ehe jetzt aber das frisch gewaschene Blut sich in ein Tränenmeer verdünnisiert, kehren wir zum Geschäftlichen zurück.
Das Procedere sei nochmal kurz erläutert: Zum unten gezeigten Bild denken Sie sich bitte einen Text aus. Lyrisch, prosaisch, reißerisch, lang, kurz, was auch immer. Gern auch mehrfach pro Nase. Einsendeschluss ist der kommende Dienstag, 16. Dezember, knapp vor der Geisterstunde um 23.59 Uhr. Alle Mitmacher/innen sollten selbst ein Blog haben oder zumindest Zugriff auf eines erhalten können, damit man im Gewinnfalle das Freitagstexterbanner weitertragen kann.


Am Mittwoch, den 17., werde ich dann, nachdem ich mich angemessen mit selbst gebackenen Plätzchen für diese Herkulesaufgabe gestärkt habe, total subjektiv den Siegerkommentar auswählen. Wer gewinnt, darf die höchst ehrenvolle Tradition fortführen und selbst Gastgeber(in) für den nächsten Freitagstexterwettbewerb sein.